Personalwechsel im Forstamt Neuenburg

 In Forstamt Neuenburg, Regionale Presseregion West

Naturdienstleistungen bleiben in kundiger Hand

(Neuenburg/Ostfriesische Halbinsel) Nachdem im Frühjahr dieses Jahres Stefan Grußdorf als Leiter des Forstamtes Neuenburg seinen Dienst angetreten hat, geht der altersbedingte Personalwechsel weiter. Tido Bent wechselt als Verwaltungsdezernent in die Forstamtsleitung und tritt die Nachfolge von Eckart Janssen an, der über 37 Jahre im Forstamt tätig war. Die Aufgabe als Projektmanager für Naturdienstleistungen übernimmt Jann Onno Mumme.

Vielfältige Aufgaben

Die Tätigkeit als Verwaltungsdezernent im Forstamt Neuenburg umfasst neben der Organisation des Bürobetriebes auch die stellvertretende Forstamtsleitung, Fragen der Liegenschaftsverwaltung und Gestattungsverträge. Auch mit Grundsatzangelegenheiten der Umweltbildung, des Naturschutzes und der Umsetzung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wird Tido Bent weiterhin beschäftigt sein. „Insgesamt ist das Aufgabengebiet sehr umfangreich. Von Vorteil ist, dass wir im Forstamt ein erfahrenes und motiviertes Team von Büroangestellten und Außendienstmitarbeitern haben“ so Bent.

Jann Onno Mumme betreut zukünftig den Geschäftsbereich der Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen. Aktuell sind dies rund 700 Hektar Kompensationsflächen im Bereich des Forstamtes Neuenburg. Diese dienen Vorhabenträgern als Ausgleichsflächen bei Eingriffen in den Naturhaushalt. „Ab jetzt bin ich auf Flächen wie zum Beispiel dem „Waldmoor Hohehahn“, dem „Moorwald Plaggenburg“ und den „Krickmeeren“ unterwegs“, erklärt Mumme.

Neue Kompensationsflächen

Aktuell werden ökologische Untersuchungen für die Ausweisung neuer Kompensationsflächen im Raum Aurich/Wittmund und im Ammerland durchgeführt, um die Anfragen von Interessenten bedienen zu können. Auch wenn Mumme die Stelle gerade erst angetreten hat, ist ihm die Aufgabe als solches nicht unbekannt. Für ein Jahr war er bereits im Forstamt Ahlhorn in diesem Aufgabenbereich tätig und konnte erste Erfahrungen sammeln.

In den vergangenen 15 Jahren hat Tido Bent gemeinsam mit den Forstwirten Joachim Decker, Hans-Jürgen Ortgies und Sönke Henkel den Geschäftsbereich der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen aufgebaut. Hier hat das Forstamt Neuenburg landesweit Pilotprojekte entwickelt.

Wurzeln in Ostfriesland

Die beiden „Neuen“ vereint, dass sie waschechte Ostfriesen sind und aus Norden stammen. Und auf die Frage, wie man denn als Ostfriese dazu kommt Förster werden zu wollen, geben sie nahezu die gleiche Antwort: Ein Praktikum im Lütetsburger Forst hat die Leidenschaft für den Wald geweckt.

 

Hintergrund

Jann Onno Mumme

Der aus Ostfriesland stammende 39-jährige Forstingenieur Jann Onno Mumme arbeitet seit elf Jahren für die Niedersächsischen Landesforsten. Nach insgesamt acht Jahren Innendienst beim Niedersächsischen Forstplanungsamt in Wolfenbüttel, zwei Jahren als personelle Verstärkung im Waldwegebau und einem Jahr im Forstamt Ahlhorn als Schnittstelle zwischen Waldnaturschutz, Trinkwasserdienstleistungen und Naturdienstleistungen, arbeitet Mumme sich nun in Neuenburg in sein neues Aufgabengebiet ein.

„Besonders reizvoll empfinde ich an dieser Stelle, dass ich gleichzeitig von meinen Erfahrungen profitiere und Neues dazulernen kann“, sagt Mumme.

Jann Mumme hat in Eberswalde bei Berlin und in Göttingen Forstwirtschaft studiert. „Neben der Liebe zur Natur und der Möglichkeit etwas für die Umwelt zu bewegen, hat mich auch der fächerübergreifende Ansatz in der Försterausbildung interessiert.“ Nach dem Studium war Mumme im Privatwald in der Ost-Heide, bei den Bundesforsten und als Forstanwärter im Solling unterwegs, bevor er 2010 bei den Landesforsten eingestellt wurde.

Im Forstamt Neuenburg fühlt sich Mumme gut aufgenommen. „Das Forstamt Neuenburg ist ein guter Ort, um wieder im schönen Nordwesten anzukommen“.

 

Tido Bent

Für Tido Bent hat seine forstliche Laufbahn schon in der Schulzeit bei der Gräflich Knyphausenschen Forstverwaltung angefangen. „Hier habe ich mir mit Pflanzung und Pflegearbeiten mein Taschengeld aufgebessert. Jörg Graf Knyphausen bot mir die Möglichkeiten, Einblicke in die Vielfältigkeit der Aufgabenstellung eines Forst- und Jagdbetriebes zu bekommen“. Damit war das Feuer gelegt Förster werden zu wollen.

„Richtiges Glück hatte ich dann als ich ein einjähriges Praktikum in der Försterei Meerhusen bei Norbert Peters absolvieren durfte. Peters hatte schon damals sehr weitsichtig die besondere Bedeutung des Waldes für Umweltbildung, Naturschutz und Daseinsvorsorge erkannt, praktische Beispiele entwickelt und umgesetzt“. Die Ausbildung führte den gebürtigen Norder dann quer durchs Land und zu verschiedenen Waldbesitzern.

In Göttingen studierte Bent Forstwirtschaft und schloss seine Ausbildung im Osnabrücker Land mit dem Vorbereitungsdienst ab. Waldökologie und der Waldnaturschutz sind seitdem sein Hauptaufgabengebiet. Berufsbegleitend studierte Bent Ökologie und Betriebswirtschaft. 2005 wurde er nach Esens versetzt – dort leitete er die Försterei Harlingerland. Parallel begann die Entwicklung des Geschäftsbereich Naturdienstleistung, der bereits nach zwei Jahren zu einer eigenständigen Stelle entwickelt wurde.

Bilder zum kostenlosen Download finden Sie hier.

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