Tannenernte schafft Licht für neue Waldgeneration

 In Forstamt Neuenburg, Forstamt Nienburg, Regionale Presseregion West

Waldumbau um Aurich startet in Stufe zwei

Tannenernte schafft Licht für neue Waldgeneration

(Neuenburg/Aurich) Ab Mitte Juli ernten die Förstereien Kloster-Barthe und Meerhusen der Niedersächsischen Landesforsten in den Wäldern rund um Aurich dicke Tannen. Konkret finden die Arbeiten in den Forstorten „Berumerfehner Moor“, „Tannenhausen“ und der „Egelser Wald“ statt. Ziel ist es, der nachfolgenden Waldgeneration Licht und Raum zum Wachsen zu geben.  Nacheinander werden die einzelnen Forstorte der Förstereien bearbeitet. In den kommenden Wochen sind Sperrungen von Waldwegen möglich.

Wald von morgen

Junge Buchen, die vor 10 Jahren gepflanzt wurden, und Tannen, die sich selbst ausgesamt haben, stehen in den Startlöchern: Sie werden der Wald von morgen. Dabei unterstützen sie die Forstleute des Niedersächsischen Forstamtes Neuenburg. „Die Spitzen der jungen Tannen wachsen langsam in die unteren Kronenbereiche der älteren Tannen ein. Es ist also Zeit Luft zu schaffen und die Stufe zwei des Waldumbaus einzuleiten“, erklärt Gerd Dählmann, Revierleiter der Försterei Kloster-Barthe.

Zielstärkennutzung

Im Rahmen einer sogenannten Zielstärkennutzung werden die alten, dicken Weiß- und Küstentannen geerntet. Nach einer langen Pflege durch die Forstleute haben sie die nötige Dicke erreicht, um gutes Bauholz abgeben zu können. Gerd Schade, Revierleiter der Försterei Meerhusen: „Die Tannen haben jetzt ein Alter von etwa 65 Jahren. Hier im Küstenraum finden sie optimale Wuchsbedingungen und erreichen in relativ kurzer Zeit starke Durchmesser. Diese Dynamik kommt uns beim Waldumbau sehr entgegen.“

Schonende Ernte

Die Holzernte erfolgt schonend. Die Bäume werden mit der Motorsäge gefällt. Ein Bagger hält die Stämme dabei fest, sodass diese nicht unkontrolliert auf die jungen Bäume fallen, auf die es jetzt ankommt. Dann legt die Maschine das geerntete Holz vorsichtig an der Fahrgasse ab.

Tanne mit langer Tradition in Ostfriesland

Die Maßnahme ist eine von vielen, mit denen die Revierleiter der Förstereien Kloster-Barthe und Meerhusen die Wälder dem Klimawandel angepasst werden. Die Tannenarten stellen dabei eine gute Alternative zur Klima-gebeutelten Fichte dar. Die Weißtanne, welche schon seit dem 18. Jahrhundert im Raum Aurich angebaut wird, kommt unter anderem besser mit Trockenheit und hohen Temperaturen zurecht. Ihr Holz ist ähnlich der Fichte, jedoch Feuchtigkeit gegenüber widerstandsfähiger. Im Küstenraum findet sie ein gutes Wuchsgebiet, denn hier fehlen die starken Spätfröste des Binnenlandes.

Bilder (Landesforsten/Schmidt) zum kostenlosen Download finden Sie hier.

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