Staatssekretär Doods besucht Binnendünen in der Lüneburger Heide

 In Forstamt Sellhorn, Regionale Presseregion Nordost

Landesforsten stellen Maßnahmen aus dem integrierten LIFE Projekt „Atlantische Sandlandschaften“ vor

(Ehrhorn / Sellhorn) Staatssekretär Frank Doods aus dem niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Bauen und Klimaschutz besuchte das Niedersächsische Forstamt Sellhorn in der Lüneburger Heide.

Die Förster*innen stellten zusammen mit den Mitarbeiter*innen des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN) dem Staatssekretär und seinen Begleiter*innen die Umsetzung konkreter Maßnahmen im integrierten LIFE Projekt „Atlantische Sandlandschaften” vor. Gemeinsam besuchten sie die Ziegenbergdüne in der Revierförsterei Heimbuch. Diese Binnendüne wurde bereits Anfang der 2000er-Jahre durch die Landesforsten freigestellt und wurde im Laufe der Jahre mehrfach entkusselt und abgeplaggt. Durch diese Maßnahmen konnte sich die Fläche im Laufe der Jahre bereits als besonders wertvoller Lebensraum für bedrohte, auf offene Sandlandschaften angewiesene Tier- und Pflanzenarten, entwickeln. Im Rahmen des Förderprojektes wurde die Ziegenbergdüne weiter abgeplaggt und zwei weitere Binnendünenbereiche auf insgesamt 7, 5 Hektar Fläche revitalisiert.

Peter Wendt, Leiter des Niedersächsischen Forstamt Sellhorn erklärt: „Die Ziegenbergdüne kann als Muster für die Entwicklung anderer Sandlandschaften in der Lüneburger Heide dienen, die im Rahmen des integrierten LIFE Projektes entwickelt wurden. Wir freuen uns, dass wir die Projekte so unkompliziert und partnerschaftlich mit dem NLWKN abwickeln konnten“.

Staatssekretär Doods freut sich über die gelungene Fördermaßnahme durch das LIFE Projekt: „Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide ist wichtig für Offenlandarten – deshalb bieten sich Naturschutzprojekte in diesem Gebiet besonders an und fügen sich gut in die Landschaft ein. Ich denke den Niedersächsischen Landesforsten und dem NLWKN für die aufwendige Wiederherstellung, die Pflege und den Erhalt der Naturschätze.“

Offene Sandlebensräume wie lückige Sandrasen oder auch strukturreiche Heiden stellen einen optimalen Lebensraum für licht- und wärmeliebende Tierarten dar. In Niedersachsen sind diese offenen und mageren Lebensräume selten geworden und verbliebene Restvorkommen sind stark bedroht.

Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten integrierten LIFE-Projektes „Atlantische Sandlandschaften“ wurden die 7,5 Hektar Binnendünen in der Lüneburger Heide freigestellt, der Oberboden entfernt, um den offenen nährstoffarmen Sand freizulegen, und entkusselt, das heißt von aufwachsenden Gehölzen befreit. Das Niedersächsische Forstamt Sellhorn und der NLWKN haben das Ziel den Erhaltungszustand der nach Flora-Fauna –Habitat-Richtlinie geschützten Silbergras- und Heidevegetation auf der Binnendüne zu verbessern, wodurch auch die lichten Sommerlebensräume der wärmeliebenden Zauneidechse gefördert werden.

 

Hintergrundinfo

Das integrierte LIFE-Projekt „Atlantische Sandlandschaften“

Die drei vom Forstamt Sellhorn durchgeführten Maßnahmen sind Teil des von der Europäischen Union geförderten Projektes „Atlantische Sandlandschaften“ zum Erhalt der biologischen Vielfalt: Dieses wird gemeinsam von den Ländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen umgesetzt. Charakteristische Lebensräume der atlantischen biogeografischen Region, wie zum Beispiel Heide- und Dünenlandschaften, artenreiche Borstgrasrasen und nährstoffarme Stillgewässer, sollen dabei nachhaltig aufgewertet werden. Auch die Bestände der für diese Lebensräume typischen Arten, wie Knoblauchkröte, Kreuzkröte, Schlingnatter und Zauneidechse, sollen gestärkt werden.

Für die zehnjährige Laufzeit des Projektes steht beiden Ländern insgesamt ein Budget von 16,875 Millionen Euro zur Verfügung. 60 Prozent der Mittel werden von der Europäischen Union gestellt, jeweils 20 Prozent von den beiden Bundesländern. Die Gesamtverantwortung für das Vorhaben liegt in Nordrhein-Westfalen beim Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV). Die operative Umsetzung der konkreten Einzelmaßnahmen in Niedersachsen liegt beim Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (MU).

Weitere Informationen sind im Internet unter www.sandlandschaften.de und unter www.nlwkn.de verfügbar.

Beitragsbild: Gruppenfoto der Teilnehmer an der Begehung der Ziegenbergdüne. Staatssekretär Frank Doods (vorne 4. von links). Bei der Ziegenbergdüne handelt es sich um eine Binnendüne, die durch Wind auch gewandert ist. Sie ist einst entstanden durch die vollkommene Entwaldung der Region und Freilegung des Mineralbodens durch das Abplaggen der Heide während der Heidebauerwirtschaft. (Fotos: Niedersächsische Landesforsten)

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