Ausbildungsplatz Wald

 In Forstamt Harsefeld, Regionale Presseregion Nordost

Ausbildungsbeginn im Forstamt Harsefeld – zwei neue angehende Forstwirte

(Harsefeld / Rüstje) Seit dem 2. August 2021 täglich pünktlich um 07:00 Uhr treffen sich die beiden neuen Auszubildenden Ria Tietjen (22) und Jan Heinrich Saß (24) mit dem Forstwirtschaftsmeister Heiko Rubach in Rüstje an der Ausbildungswerkstatt. Die Werkstatt ist der zentrale Anlauf- und Ausgangspunkt für die Ausbildung der Lehrlinge. Ihr Einsatzgebiet erstreckt sich allerdings auf den gesamten Harsefelder Forstamtsbereich, die Waldflächen liegen verstreut im gesamten Elbe-Weserdreieck.  „Das Forstamt Harsefeld bewirtschaftet 11.500 Hektar Landeswald verteilt in den vier Landkreisen Rotenburg, Stade, Osterholz und Cuxhaven“, erklärt Heiko Rubach, der vertretungsweise die Schulung der Lehrlinge vom eigentlichen Ausbildungsmeister Detlev Lippert übernommen hat.

In einem Auswahlverfahren mussten sich die beiden Auszubildenden gegen eine große Zahl von Mitbewerbern durchsetzen. Neben einer robusten Gesundheit und körperlicher Fitness waren theoretische und handwerkliche Fertigkeiten gefragt. Die jungen Berufseinsteiger starten mit einem unterschiedlichen Werdegang aber dem gleichen Ziel; sich künftig mit Wissen und Können für einen klimaangepassten zukunftsfähigen Wald zu engagieren.

Ria Tietjen aus Worpswede wollte nach ihrem Fachabitur und anschließendem Bundesfreiwilligendienst zunächst Architektur studieren. Nach zwei Jahren Studium ist ihr aber immer deutlicher geworden, dass sie unbedingt einen praktischen, handwerklichen Beruf erlernen möchte. „Während des Studiums habe ich mich viel mit Natur, Klimaschutz und diesbezüglich mit der Bedeutung des Waldes beschäftigt. Nach umfangreicher Internetrecherche und dem Anschauen einiger Videos über den Beruf des Forstwirts habe ich meine Bewerbungsunterlagen noch am letzten möglichen Tag vor Bewerbungsschluss eingereicht und bin nun überglücklich, dass es geklappt hat.  Wir haben bereits in den ersten Wochen den sicheren Umgang mit der Motorsäge und das sichere zu Fall bringen auch stärkerer Bäume geübt, es klappt schon recht gut. Zum Ausgleich für die körperliche Arbeit male ich in meiner Freizeit am liebsten Öl- und Aquarellbilder, aber auch alle anderen Stilrichtungen liegen mir“, erklärt die angehende Forstwirtin.

Jan Heinrich Saß aus Rosengarten-Nenndorf hat nach seinem Realschulabschluss, seiner dreijährigen Tischlerlehre und vierjährigen Arbeit als Tischlergeselle immer wieder überlegt, ob er bis ans Ende seines Berufslebens weiter als Tischler arbeiten möchte und sich dann ganz bewusst für einen beruflichen Wechsel entschieden. „Meine Hobbys als Pfadfinder beim Stamm „Großer Jäger“ in Bendesdorf und bei Orientierungsläufen des Sportclubs Klecken mit Karte und Kompass durch die heimatlichen Wälder haben mir meine Naturverbundenheit immer wieder vor Augen geführt. Ich liebe es draußen zu arbeiten, mich in der Natur aufzuhalten und mich für den Umweltschutz zu engagieren. So war mein Entschluss noch eine Ausbildung als Forstwirt anzuschließen nur konsequent und reiflich überlegt. Und mit dem tollen Werkstoff Holz habe ich hier im Wald, nur in einem früheren Produktionsprozess, weiterhin zu tun“, freut sich Jan Heinrich Saß.

Heiko Rubach erklärt: „Die beiden Auszubildenden haben sich für eine vielfältige, spannende Ausbildung in einem zukunftsträchtigen aber auch sehr fordernden Beruf entschieden. Ihre Berufsaussichten sind gut. Der Arbeitsplatz ‚Wald‘ benötigt gut ausgebildete Fachleute für die optimale Bewirtschaftung dieses komplexen und sensiblen Ökosystems“.

Jedes Jahr nehmen mindestens zwei junge Menschen ihre Forstwirt-Ausbildung im Forstamt Harsefeld auf. Insgesamt haben Anfang August landesweit 30 junge Frauen und Männer eine Ausbildung zum Forstwirt/in bei den Niedersächsischen Landesforsten (NLF) begonnen. Die NLF bieten in 15 ihrer insgesamt 24 Forstämter Ausbildungsplätze an. Der Beruf der Forstwirtin/des Forstwirtes ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Die vielseitige Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Neben technischer Begabung erfordert der Forstwirtberuf auch Verantwortungsbereitschaft, Verständnis für biologische Zusammenhänge und Zuverlässigkeit. Neben der betrieblichen Ausbildung in den Forstämtern, die jeweils von einem Forstwirtschaftsmeister durchgeführt wird, absolvieren die Auszubildenden eine außerbetriebliche Ausbildung im Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum (NFBZ) in Münchehof am Harz. Der Berufsschulunterricht wird in Kooperation mit der BBS II Northeim ebenfalls im NFBZ zentral als Blockunterricht erteilt.

Beitragsbild: Von links: Forstwirtschaftsmeister Heiko Rubach mit den beiden Auszubildenden Jan Heinrich Saß und Ria Tietjen  (Foto: Sierk / Niedersächsische Landesforsten)

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