Zurück zum Ursprung durch Waldumbau und Wiedervernässung

 In Forstamt Wolfenbüttel, Regionale Presseregion Mitte

Arbeiten im Kompensationspool Barnbruch-Stellfelde werden fortgesetzt

(Wolfsburg/Gifhorn) im Kompensationspool Barnbruch-Stellfelde im Waldgebiet Barnbruch zwischen Wolfsburg und Gifhorn setzen die Niedersächsischen Landesforsten ab Anfang September die in den vergangenen Jahren begonnenen Renaturierungsarbeiten fort.

Beginnen werden die Landesforsten mit Maßnahmen im Kiefernwald auf der letzten Teilfläche des Pools. Auf rund zehn Hektar werden die Landesforsten den nicht standortgerechten Kiefernwald auflichten um den Waldumbau und die Wiedervernässung des Waldstücks vorzubereiten.

Holger Orthmann, der zuständige Projektleiter des Kompensationspool Barnbruch-Stellfelde vom Niedersächsischen Forstamt Wolfenbüttel erklärt das Vorgehen: „Wir beginnen die Instandsetzungsarbeiten auf dem letzten Teilstück mit der Entnahme der rund 70 Jahre alten Kiefern mithilfe eines Harvesters. Die Holzerntemaschine wird den dunklen Nadelforst auflichten, um für die neue Waldgeneration Licht zu schaffen und zum anderen die vorhandenen Entwässerungsgräben freizulegen“.

Bei der Holzernte bleiben Habitatbäume grundsätzlich unberührt. Hierzu zählen v.a. Höhlen- und Horstbäume. Außerdem bleiben besonders starkastige und urige Exemplare stehen, um der nachfolgenden Waldgeneration viel Struktur zu verleihen.

Ein weiterer Vorteil der Auflichtung ist, dass die verbleibenden Kiefern nur noch einen Bruchteil des Wassers „verbrauchen“ und somit die Wiedervernässung des Gebietes gefördert wird.

„Auf der letzten Teilfläche ist in den vergangenen Jahren durch den Einflug von Samen vieler verschiedener Laubbaumarten, wie Weide,n Birken und Erlen ausgezeichnete Waldverjüngung entstanden. Auch viele kleine Eichen lassen sich auf der Fläche finden, die z.B. durch den Eichelhäher in die Fläche gebracht worden sind. Diese jungen Bäume werden von der Auflichtung stark profitieren. Bereiche, die auf natürlichem Wege noch nicht „verjüngt“ sind, werden anschließend mit Stieleichen bepflanzt“, so Orthmann weiter.

Anfang Oktober soll die Entnahme der Kiefern in der Kompensationspoolfläche abgeschlossen sein. In einem weiteren Schritt sollen noch in diesem Jahr Eichen gepflanzt werden und das vorhandene ehemalige Grabensystem, welches der Entwässerung und Urbarmachung der Waldfläche diente, verschlossen werden.

Durch die Maßnahmen soll ein wertvoller feuchter/nasser Eichen-Mischwald, mit Partien aus Sumpf- und Bruchwald entstehen und als Biotop für viele Tier und Pflanzenarten dienen.

Beitragsbild: Harvester im Einsatz, der nicht standortgerechte Kiefernbestand im Kompensationspool Barnbruch-Stellfelde soll stark aufgelichtet werden. (Fotos: NLF)

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