MINT rund um die Schule

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MINT rund um die Schule

6. Waldtag der Peter-Ustinov-Schule mit dem Waldpädagogikzentrum Weser-Ems

 

(Neuenburg/Hude) Zum sechsten Mal fand jetzt wieder der MINT-Waldtag für die neunten Klassen der Peter-Ustinov-Schule statt. „MINT“ steht für den Fächerkanon Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Wie im letzten Jahr hat das Team des Waldpädagogikzentrums Weser-Ems der Niedersächsischen Landesforsten einen Stationenparcours rund um den naturnahen Teil des Schulgeländes aufgebaut. So konnte die Veranstaltung auch unter Coronaauflagen gut durchgeführt werden.

Der Flaschenzug

Von der Funktionsweise eines Flaschenzuges über den Luftwiderstand und die Geräuschentwicklung unterschiedlicher Federn zu den Fliehkräften bzw. Zentripetalkräften in einer Halfpipe: Für die Jugendlichen gab es viel zu tun und zu lernen. Denn das Prinzip des Parcours lautet „Lernen durch Erleben“. Sean und Abdullah, beide 15 Jahre, bemerkten schnell die Feinheiten: „Mit einem Flaschenzug spart man Kraft. Aber die Reibung des Seiles auf der Rinde der Äste mach das Ziehen wieder schwerer.“

Aerodynamik

Neele, Leni, Kjell (alle 14 Jahre) und Joleen, 13 Jahre, konzentrierten sich derweil auf das unterschiedliche Aussehen der Federn von Tag- und Nachgreifvögeln. Ronja Kuhz, Auszubildende beim Forstamt Neuenburg zeigte den Schüler*innen außerdem, dass Eulenfedern nahezu geräuschlos durch die Luft gleiten. Grund ist der Federaufbau, der Verwirbelungen an Federrändern und -spitze minimiert. „Die Technik haben sich zum Beispiel Flugzeugkonstrukteure und Windkraftanlagenbauer abgeguckt, Bionik im besten Sinn“, erklärt Kuhz.

Nachhaltiges Lernen

Daniel Diemer, Lehrer und Initiator der Waldtage, Theresa Hofacker, Försterin für Waldpädagogik und Koordinatorin der Veranstaltung und die beiden Waldpädagoginnen Patricia Bredenkamp und Imke Reiners sind sich einig: Das praktische Lernen fruchtet besser in den Köpfen der Schüler*innen und macht allen Beteiligten deutlich Spaß. „Da wir vom Kultusministerium angehalten sind, die ersten drei Wochen des neuen Schuljahres sanft angehen zu lassen, ist dieser Waldtag ein toller Baustein in unserem Schulprogramm“, so Diemer.

Im kommenden Jahr soll der MINT-Tag nach Möglichkeit wieder im Wald stattfinden. Denn das war der Ursprungsgedanke der beiden Kooperationspartner. Den Wald als Kulisse für das Lernen zu nutzen und dabei verschiedene Themen den Jugendlichen natürlich-kreativ zu vermitteln.

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