Wegebau im Freeden und am Amtsweg

 In Forstamt Ankum, Regionale Presseregion West

Wegebau im Freeden und am Amtsweg

Naturschutz und Erholung im Fokus der Arbeiten

 

(Ankum/Bad Iburg) Ab kommender Woche beginnen die Niedersächsischen Landesforsten mit der Sanierung von belasteten Schwarzdecken an der Waldchaussee im Freeden und am Amtsweg im Thiergarten beim Baumwipfelpfad. Die Arbeiten an der Waldchaussee finden in drei Bauabschnitten von je drei Wochen und auf einer Länge von insgesamt fast sechs Kilometern statt. Sie dauern bis etwa Ende Oktober. Der Amtsweg, der auf einer Länge von etwa 300 Metern saniert wird, ist nach etwa drei Wochen fertiggestellt.

Naturschutz im Mittelpunkt

„Im Mittelpunkt der Arbeiten an der Waldchaussee steht eine ökologische Aufwertung, da dieser Weg durch das Naturschutzgebiet Freeden und das FFH-Gebiet Teutoburger Wald/Kleiner Berg verläuft“, erläutert Lea Reichmann, Försterin für Waldökologie und Naturschutz des Forstamtes Ankum.

Jens Kohlbrecher, Revierleiter der Försterei Iburg, ergänzt: „Die alte Teerdecke der Waldchaussee hat mittlerweile zahlreiche schadhafte Stellen und ist zum Teil PAK-haltig (polyzyklische, aromatische Kohlenwasserstoffe). Mit der Sanierung wollen wir den ökologischen „Fremdkörper“, den eine Schwarzdecke im Wald darstellt, in einen wassergebundenen Schotterweg umbauen und vor allem verhindern, dass Schadstoffe in das umliegende Naturschutzgebiet, besonders in den Naturwald „Großer Freeden“, gelangen.“

Heimisches Baumaterial

Diese Art des Waldwegbaues hat den Vorteil, dass die Oberfläche wasserdurchlässig ist und sich bei Sonneneinstrahlung weniger stark aufheizt. Kleintiere wie Laufkäfer oder Feuersalamander können so den Weg leichter überqueren. Das Wegematerial stammt aus Hankenberge. So wird nur heimisches Gestein für die Waldchaussee verwendet. Es werden nur die belasteten und schadhaften Wegeabschnitte bearbeitet, zwei Teilstücke ohne Schäden bleiben erhalten.

Amtsweg für Erholungsverkehr

Der Amtsweg wird hingegen wieder als Schwarzdecke geplant. Die alte, auch PAK-haltige Teerschicht wird abgetragen. In Abstimmung mit der Stadt Bad Iburg haben sich die Landesforsten im Thiergarten bewusst gegen einen Schotterweg entschieden. Der Thiergarten wird quasi als Kurpark genutzt. Viele Patienten der anliegenden Kurklinik machen hier ihre Erholungsspaziergänge. Außerdem besuchen viele Tagesgäste den Wald und den Baumwipfelpfad, so dass hier Barrierefreiheit im Vordergrund steht.

Eingeschränkte Nutzung während Bauphase

Während der Arbeiten ist an beiden Wegen mit Sperrungen und eingeschränkter Nutzung zu rechnen. Der Natur- und Geopark TERRA.vita hat bereits jetzt Alternativrouten an den Wanderparkplätzen um den Freeden ausgeschildert und im Tourenplaner online gestellt. Jens Kohlbrecher weist darauf hin, dass am Freeden in dieser Zeit keine Befahrung mit Fahrrädern möglich ist. Eine Umleitungsstrecke führt etwas weiträumiger über Glane nach Hilter und zurück nach Hankenberge, um das Waldgebiet Freeden herum. Der Parkplatz an der Wassertretstelle in Bad Iburg ist zeitweise nur eingeschränkt nutzbar.

Bilder (Landesforsten) zum kostenlosen Download finden Sie hier.

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