Grüner Nachwuchs in Ankums Wäldern unterwegs

 In Forstamt Ankum, Regionale Presseregion West

Grüner Nachwuchs in Ankums Wäldern unterwegs

Neue Auszubildende leben sich gut ein

 

(Ankum/Bramsche/Essen (Oldenburg)) Jannik Grünebaum und Johannes Kaarz freuen sich, denn Anfang August haben sie ihre Ausbildung zum Forstwirt im Forstamt Ankum der Niedersächsischen Landesforsten begonnen. Nun erwarten die beiden drei Jahre praktisches und theoretisches Lernen im und über den Wald und die Forstwirtschaft.

Elterlicher Hof prägt

Jannik Grünebaum hat bereits früh seine Leidenschaft für die grünen Berufe entdeckt. Auf dem landwirtschaftlichen Hof der Eltern half er selbstverständlich mit. „Körperliche Arbeit im Freien macht mir einfach Spaß“, berichtet der 19-Jährige, der das Betriebspraktikum in der 9. Klasse nutzte, um im Forstamt Ankum den Forstberuf kennenzulernen. „Ich wollte mich weiterbilden und habe nach der Realschulzeit das Fachabitur in den Fächern Agrarwirtschaft, Biologie und Umwelttechnik an der Fachoberschule in Haste, Osnabrück gemacht“, erzählt der gebürtige Bramscher weiter. Es zog ihn aber wieder in den Wald und so bewarb er sich im letzten Jahr erfolgreich um einen der beiden Ausbildungsplätze im Forstamt. Nun freut er sich darüber eine heimatnahe Lehrstelle zu haben.

Frühes Interesse an Forstgeräten

Johannes Kaarz aus Essen (Oldenburg) wusste ebenfalls recht schnell im Leben, was er werden will. „Als mir mein Vater mit fünf Jahren eine Axt geschenkt und mich zum Brennholz machen mit in den Wald genommen hat, da war für mich völlig klar, wo ich einmal arbeiten will“, schmunzelt der 21-Jährige. Früh hat er sich auch für das Arbeiten mit der Motorsäge und die großen Forstmaschinen begeistert. Sein agrarwirtschaftliches Abitur machte Kaarz an der Berufsbildenden Schule in Cloppenburg, nebenbei arbeitete er bei einem forstwirtschaftlichen Lohnbetrieb. Auch er wollte wie Grünebaum dann in den Wald. „Dass es jetzt mit einem Ausbildungsplatz im Forstamt Ankum geklappt hat, freut mich sehr“, so Kaarz.

Ausbildungsmeister zufrieden

Ausbildungsmeister Erik Lohmeyer ist zufrieden mit seinen beiden Neulingen: „Wir haben zwei interessierte junge Menschen für den Forstberuf gewinnen können, die wir die nächsten drei Jahre begleiten und prägen dürfen.“

Für 2022 bieten die Landesforsten wieder dreißig Ausbildungsplätze für den Forstwirt-Beruf an. Bewerbungen müssen bis zum 18. Oktober 2021 vorliegen. Voraussichtlich Ende November finden dann die eintägigen Auswahlverfahren statt.

 

Hintergrund

In der dreijährigen Ausbildung zum Forstwirt werden die jungen Leute im Forstbetrieb theoretisch und praktisch in die Arbeit eines Forstwirts, vom Pflanzen und Schützen junger Bäume bis hin zur Holzernte eingewiesen. Der Beruf erfordert nicht nur Kenntnisse über den Aufbau des Waldes und der darin vorkommenden Arten, sondern ebenso über den Betrieb und die Unterhaltung von Forstmaschinen, wie der Motorsäge und weiterer Maschinen und Geräte. Besonderes Augenmerk wird auf Sicherheit und gesundheitsschonende Arbeitsverfahren gelegt.

Die Praxis wird ergänzt durch jährlich zehn Wochen überbetriebliche Ausbildung und Berufsschule am Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum bei Seesen am Harz. Dort wird auch die Ausbildung an Forstgeräten und Maschinen vertieft. So gehören die Arbeit mit dem Forstschlepper und erste Ausbildungsschritte an krangeführten Holzerntemaschinen mit zum Programm. Regelmäßig fahren Auszubildende im Rahmen des europäischen Leonardo-Austauschprogramms zum Beispiel nach Skandinavien. Bei guten Voraussetzungen kann man eine sechsmonatige Ausbildung zum Forstmaschinenführer in die Ausbildung integrieren.

In den 14 Ausbildungsstätten der Niedersächsischen Landesforsten werden jährlich 30 Auszubildende für den Forstwirt-Beruf eingestellt. Im Nordwesten gibt es gut ausgestattete Ausbildungsreviere mit abwechslungsreichen Wäldern im Forstamt Ankum, im Forstamt Neuenburg und im Forstamt Nienburg.

Die Berufsaussichten bei den Landesforsten sind gut. So wurden in diesem Jahr 15 Forstwirte übernommen. Beliebte Weiterbildungsmöglichkeiten sind die Fortbildung zum Forstmaschinenführer oder zum Forstwirtschaftsmeister. Darüber hinaus kann man sich in der Baumpflege und im Baumklettern beruflich weiterentwickeln. Auch als praktische Grundlage für ein anschließendes Forststudium wird die Forstwirt-Ausbildung genutzt.

Die Landesforsten selbst bieten jährlich ein umfangreiches Seminarprogramm zur laufenden Fortbildung für alle Mitarbeiter an.

Weitere Informationen unter https://www.landesforsten.de/wir/karriere/forstwirtinnen-und-forstwirte/

 

Bilder (Landesforsten/Ferchland) zum kostenlosen Download finden Sie hier.

Recommended Posts
WaldpädagogikzentrumWildbret