Weltkonzern fördert Naturschutzprojekt im Wisentgehege

 In Forstamt Saupark, Regionale Presseregion Mitte

Weltkonzern fördert Naturschutzprojekt im Wisentgehege

(Springe/Wisentgehege) Im Wisentgehege der Niedersächsischen Landesforsten pflanzten die Firma Sonepar und die Klimaschutzagentur natureOffice in der vergangenen Woche 40 Eichen. Die jungen Eichen leisten im Zuge ihres Wachstums nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern sind auch für den Erhalt der biologischen Vielfalt wichtig. Durch ihre jetzige Pflanzung ist sichergestellt, dass die ökologisch wertvollen Strukturen, die die bereits vorhandenen alten Eichen bieten, dauerhaft erhalten bleiben.

Charakteristisch für die Botanik im Wisentgehege sind die dort wachsenden alten Eichen. Höhlen, Spalten in der Rinde und ihr großer Stammdurchmesser bieten vielen Arten einen Lebensraum und machen sie besonders schützens- und erhaltenswert.

„Das sehr hohe Alter der Bäume und der fehlende Nachwuchs könnte zukünftig das Ende für diese kulturhistorische Waldform bedeuten. Um dieses Gut langfristig zu erhalten, müssen wir dafür sorgen, dass hier auch zukünftig alte Eichen stehen“, erklärt Christian Boele-Keimer, Leiter des Forstamtes Saupark.
„Zusätzlich sind in den vergangenen Dürrejahren viele Bäume abgestorben, sodass diese Maßnahme notwendig war“, so Boele-Keimer weiter.

Für den dauerhaften Erhalt der Lebensräume, die alte Eichen bieten, müssen junge Eichen wachsen. Den Grundstein hierfür legte die Firma Sonepar, welche die Pflanzung 40 junger Eichen im Wisentgehege förderte. Sonepar ist ein Hersteller von Elektrogroßgeräten und weltweiter Marktführer in seiner Branche. Mit einer Niederlassung in Hannover hat dieser französische Großkonzern einen regionalen Bezug zum Forstamt Saupark.

Den Weltkonzern und das Forstamt Saupark hat die Klimaschutzagentur natureOffice zusammengebracht. Gemeinsam mit ihren Kunden setzt sich natureOffice im Rahmen ihrer „Deutschland Plus Initiative für die Aufforstung sowie den Walderhalt- und Schutz“ in Deutschland ein. Dazu arbeitet sie eng mit verschiedenen regionalen Forstämtern in Deutschland zusammen. Das Projekt „Deutschlandland plus“ ermöglicht Unternehmen CO₂-Emissionen auszugleichen. Dabei werden die Emissionen mithilfe eines internationalen Klimaschutzprojektes kompensiert. Gleichzeitig fließt ein zusätzlicher Beitrag in die regionalen Waldprojekte.

Die Eichen wachsen nun auf der Südseite des Wisentgeheges: „Um zu gewährleisten, dass die Eichen auch ihr entsprechendes Alter erreichen können, wird jeder Baum in einem runden Stahlgitter eingefasst. Dieser Schutz sorgt dafür, dass das Rotwild, in dessen Gehege die Eichen stehen, diese nicht anknabbern können“, erklärt Forstreferendar Arnd Müller, welcher maßgeblich an der Umsetzung des Projekts beteiligt war.

Förster denken langfristig: Bis die jungen Eichen die Funktion der alten Bäume vollständig übernehmen können, vergehen etwa 200 Jahre. Dann werden nicht nur Spechte, Fledermaus, Hirschkäfer und Co in diesen Bäumen einen hervorragenden Lebensraum finden, sondern sich auch viele Menschen an diesen besonderen Baumindividuen erfreuen.

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