Waldpflege und Waldverjüngung in der Friesischen Wehde

 In Forstamt Neuenburg, Regionale Presseregion West

Försterei Hopels informiert über Herbstarbeiten

(Neuenburg) Es ist Herbst und damit beginnt die Zeit für Waldpflege, Holzernte und Waldverjüngung. Dieser Tage sehen Waldbesuchende daher so manche große Forstmaschine und hören Motorsägenbrummen durch den Wald schallen. Martin Susse, Revierleiter der Försterei Hopels der Niedersächsischen Landesforsten klärt über die Arbeiten auf.

Auszubildende Fällung von zielstarken Bäumen

„Im Neuenburger Holz haben wir zwei Flächen für Arbeiten vorgesehen. Zum einen die Abteilung 114 im Forstort Himmelreich. Das ist ein etwa 4 Hektar großer Weißtannen-Mischbestand, den wir pflegen und erste zielstarke Bäume entnehmen wollen“, berichtet Förster Susse. Das Besondere ist, dass die Auszubildenden des Forstamtes die Bäume von Hand mit der Motorsäge fällen werden, zu Übungszwecken.

Baggerfällung schont Waldnachwuchs

In Abteilung 136, im Forstort Große Schaar gelegen, steht auf etwa 1,5 Hektar ein Nadelholzbestand, unter den vor Jahren Buche gepflanzt wurde. „Diese Fläche ist ein sogenannter Lebensraumtyp nach FFH-Richtlinie. Das bedeutet, dass wir hier den Wald in Laubholz umwandeln werden. Damit die jungen Buchen bei der Fällung nicht beschädigt werden, wenden wir ein besonderes Verfahren an. Ein Bagger mit Greifarm hält die erntereifen Nadelbäume fest, ein Forstwirt sägt den Baum ab und der Bagger legt ihn vorsichtig auf der Fahrgasse ab“, so Martin Susse. Anschließend schneidet ein Harvester die Bäume in verkaufsfähige Stücke. Alle Maßnahmen sind mit der Naturschutzbehörde des Landeskreises abgestimmt, betont der Revierleiter.

Walderneuerung im Schweinebrücker Fuhrenkamp

Im Forstort Schweinebrücker Fuhrenkamp knattern die Maschinen und Motorsägen schon länger. Neben der Waldpflege und Holzernte werden hier Flächen für die nächste Waldgeneration vorbereitet. Dabei handelt es sich zum einen um klassische Pflanzflächen. Förster Susse: „Diese bepflanzen wir vor allem mit Buche, Roteiche und Douglasie. Alles Baumarten, die dem Klimawandel die Stirn bieten können. Die Flächen werden aufgelichtet, das bedeutet, dass neben den großen Bäumen auch kleinere Bäume im Unterstand entfernt werden. Außerdem legen wir streifenweise den Mineralboden frei, um die Pflanzung zu erleichtern.“

Eine Besonderheit gibt es dieses Jahr im Schweinebrücker Fuhrenkamp. Das Team um Martin Susse will einen Versuch starten und einige Flächen sich natürlich Wiederbewalden lassen. Die vorbereitenden Arbeiten entsprechen dabei jenen bei der Pflanzung. „Wir erwarten, dass sich die Kiefer stark verjüngen wird“, fast Martin Susse zusammen.

Bilder (Landesforsten) zum kostenlosen Download finden Sie hier.

IMG_2076 und IMG_2077: Ein Forstwirt führt den Fällschnitt aus, während der Bagger den Baum festhält (Quelle: Landesforsten/Städing)

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