Forstliche Hilfe für Schönes und Wertvolles

 In Forstamt Fuhrberg, Regionale Presseregion Mitte

Forstliche Hilfe für Schönes und Wertvolles

 (Hambühren) In der Revierförsterei Ovelgönne des Forstamts Fuhrberg wurden abgestorbene Obstbäume ersetzt. Wühlmäuse hatten an den Bäumen bei Hambühren starke Schäden verursacht und so zu deren Absterben geführt.

Obstbäume sind nicht nur wegen ihrer farbenfrohen Blüte schön anzusehen. Sie erfüllen auch weitere wichtige Aufgaben. Die Blüten und Früchte bieten Nahrung für Vögel, Säugetiere und Insekten. Werden die Bäume älter, entstehen Höhlen und Spalten, die vielen Tieren als Lebensraum und Nisthöhlen dienen. Hierdurch tragen die Bäume auch zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. Ihre Pflanzung kann zudem den Erhalt alter, heimischer Obstsorten sichern.

In der Revierförsterei Ovelgönne bei Hambühren, wurde den wertvollen jungen Bäumen nun etwas Hilfestellung gegeben.

„Die Wühlmäuse haben die Wurzeln der Obstbäume teilweise so massiv geschädigt, dass diese anschließend abgestorben sind. Nun ersetzen wir die acht ausgefallenen Bäume und schützen ihre Wurzeln mit einem Drahtgeflecht. Das hierfür verwendete Material zerfällt mit der Zeit und behindert die Wurzeln in ihrem Wachstum daher nicht,“ erklärt Kerstin Geier, Naturschutzförsterin des Forstamtes Fuhrberg.

Ein kleiner Zaun übernimmt zudem den oberirdischen Schutz der jungen Bäume. Rehwild und Rotwild haben so keine Möglichkeit, die leckeren Knospen abzubeißen oder die lebenswichtige Rinde der Bäume abzuschälen.

„Sobald die Bäume kräftig genug sind, entfernen wir diesen Einzelschutz der Obstbäume wieder. Je dicker die Rinde wird, desto unattraktiver wird sie für das Wild,“ so Hans-Jürgen Thies, Leiter des Revierförsterei Ovelgönne.

Begleitet und unterstützt wurde die Pflanzung der acht unterschiedlichen Apfel- und Birnenarten von Marie Kutter, derzeitige Praktikantin in der Försterei.

„Zusammen mit dem Blütenangebot der nahelegenden Sandmagerrasen, ist das hier eine super Nahrungsgrundlage für Insekten“, weiß auch die Studentin der Forstwissenschaften.

Insgesamt sind es auf der Waldwiese nun rund 45 Bäume unterschiedlicher Apfel-, Kirsch- und Kirschpflaumenarten. Unter ihnen nun auch die 1893 erstmalig beschriebene Apfelsorte „James Grieve“. Diese besonders winterharte Sorte stammt ursprünglich aus Schottland und wurde aufgrund ihres hohen Saftgehalts lange Zeit in der kommerziellen Saftgewinnung verwendet.

„Ursprünglich war eine zusätzliche Erweiterung der Fläche geplant. Da die Arbeit im heimischen Garten und auch die Selbstversorgung durch Corona-Pandemie immer beliebter wird, ist das Angebot an Obstbäumen derzeit jedoch stark eingeschränkt“, erklärt Frau Geier abschließend.

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