Neues Schutzkonzept braucht neue Wege – und etwas Geduld

 In Forstamt Unterlüß, Regionale Presseregion Nordost

(Knesebeck) Anfang Dezember konnten die Niedersächsischen Landesforsten die Erneuerung des 12-Brücken-Wegs in Knesebeck abschließen. Einige Komplikationen hatten die Bauarbeiten zuletzt erschwert und die Fertigstellung etwas verzögert.

Nötig geworden waren die Baumaßnahmen aufgrund eines neuen Schutzkonzeptes der Landesforsten für das Bornbruchsmoor. Der rund 90 ha Moorwald umfassende Biotop-Komplex soll in Zukunft dem sogenannten Prozessschutz unterliegen. Grundidee dieser Naturschutz-Strategie ist das Ermöglichen einer natürlichen Entwicklung ohne den störenden Einfluss des Menschen. Im Schutzgebiet dominieren dann selbständig stattfindende Prozesse, die keiner Lenkung bedürfen. Um dem Bornbruchsmoor die Möglichkeit zu geben, wieder einen sich selbst regulierenden Wasserhaushalt zu entwickeln, mussten zuerst die alten Entwässerungsgräben verfüllt werden. So verbleibt das Wasser auf der Fläche und die wieder vernässten Gebiete können sich zu einem wertvollen Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzengesellschaften entwickeln. Auch in Bezug auf den Klimaschutz leisten Moore mit ihrer Fähigkeit zur Kohlenstoffspeicherung einen wichtigen Beitrag.

Erste Erfolge der Wiedervernässung konnten bereits erzielt werden. Dieses unerwartet gute Resultat machte allerdings auch die nun abgeschlossene Erhöhung des 12-Brücken-Wegs notwendig: Damit das im Entstehen begriffene Biotop auch weiterhin der Naherholung dienen kann, entschied sich das Forstamt Unterlüß in enger Absprache mit dem Heimatverein Knesebeck und dem Landkreis Gifhorn zur Errichtung von Sanddämmen. Auf diese Weise wird auch der Walderlebnispfad in Zukunft begehbar bleiben.

Ein wenig Geduld ist bei erholungssuchenden Spaziergängern allerdings noch gefragt: Um den Dämmen die Zeit zu geben, sich zu setzen und zu verfestigen, bittet das Forstamt darum, die Wege bis zum Frühjahr 2022 nicht zu nutzen. Jedes Begehen der noch gesperrten Wegdämme würde zu Schäden führen und eventuell neue Baumaßnahmen erforderlich machen. Auch das weitere Wegenetz im Bereich des Bornbruchsmoors wird in den kommenden Jahren durch das Forstamt aufgewertet, sodass die Entwicklung des vielseitigen Naturschutzgebietes miterlebt werden kann.

Beitragsbild: Neu angelegte Wegetrassen auf Dämmen und neue Brücken im Bornbruchsmoor. Ein wenig Geduld ist bei erholungssuchenden Spaziergängern noch gefragt: Um den Dämmen die Zeit zu geben, sich zu setzen und zu verfestigen, bittet das Forstamt darum, die Wege bis zum Frühjahr 2022 nicht zu nutzen. Jedes Begehen der noch gesperrten Wegedämme würde zu Schäden führen und eventuell neue Baumaßnahmen erforderlich machen. (C. Rothfuchs / Niedersächsische Landesforsten)  

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