Waldbrandbekämpfung auf abgelegenem Berghang bei Sieber geübt

 In Forstamt Riefensbeek, Harz, Regionale Presseregion Süd, Waldbrand

Freiwillige Feuerwehren aus dem Landkreis Göttingen bereiten sich auf den Ernstfall vor

(Sieber) Einen Waldbrand auf abgelegenem Berghang schnell und effektiv mit ausreichend Wasser bekämpfen war das Ziel einer jüngsten Feuerwehrübung. Der Fachzug Wassertransport der Kreisfeuerwehr Göttingen trainierte für den Ernstfall in den Niedersächsischen Landesforsten. Am vergangenen Montagabend (16.5.) standen Freiwillige Feuerwehren aus dem Südharz vor der Aufgabe, einen fiktiven Waldbrand im Revier Königshof oberhalb der Ortschaft Sieber (Herzberg) zu löschen. Dazu sollten rund 10.500 Liter Wasser beim ersten Eintreffen an der Brandstelle in Faltbehälter umgefüllt werden.

Revierförster Lutz Nielen hatte einen hoch gelegenen Waldbestand ausgewählt, der von flächig abgestorbenen Fichtenwäldern umgeben war. Oliver Hassepaß, Zugführer des Fachzug 2 Wassertransport der Kreisfeuerwehr war mit der Wahl des Übungspunkt im hängigen Gelände zufrieden. „Vollbetankte Löschfahrzeuge auf schmalen Waldwegen und um enge Kurven zu fahren, war eine Aufgabe der Waldbrand-Übungen. Das Löschwasser in die Faltbehälter umzupumpen und in Schläuchen hangauf zur Brandstelle zu bekommen, war der andere Teil der Übung.“ beschrieb Hassepaß den Zweck des Einsatzes. Nachschub an Löschwasser entnahmen die Feuerwehren im Ort Sieber aus dem gleichnamigen Fluss und brachten es über einen Kreisverkehr zum Einsatzort.

Das Niedersächsische Forstamt Riefensbeek unterstützte die Wehren bei Ihrem Wunsch nach einem Übungsgelände. Daniel Zimmermann, Betriebsdezernent im Forstamt und stellvertretender Kreiswaldbrandbeauftragter, zeigte sich zufrieden. „Das Forstamt schätzt die Einsatzbereitschaft und Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren. Schließlich hat unser Forstamt leidliche Erfahrungen mit Waldbränden in den vergangenen Jahren gemacht. Da ist das gute Zusammenspiel von Forst und Feuerwehrkräften wertvoll und wichtig, um beim Ernstfall schnell und schlagkräftig zur Stelle zu sein“, so Förster Zimmermann, „außerdem kann der Wald momentan jeden Tropfen Wasser gut gebrauchen.“

In vier Wochen wolle man eine ähnliche Übung wiederholen, lautete das abschließende Urteil über die Waldbrandübung in Sieber.

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