Neue Försterin im Revier Uchte

 In Forstamt Nienburg, Regionale Presseregion West

Friederike Draber macht ihren Berufswunsch wahr

(Uchte/Nienburg) Seit ihrem Schulpraktikum 1999, das sie beim örtlichen Förster absolvierte, ist es Friederike Drabers erklärtes Ziel, Revierförsterin zu werden. Nun hat sie ihren langjährigen Berufswunsch erreicht: Sie leitet seit Februar dieses Jahres das Revier Uchte im Forstamt Nienburg der Niedersächsischen Landesforsten. Der Weg dorthin hielt allerdings einige interessante Wendungen bereit.

Start an der Fachoberschule Ebstorf

„Nach der Realschulzeit bin ich im Jahr 2000 auf die Fachoberschule für Forstwirtschaft in Ebstorf gegangen. So habe ich schon recht früh eine forstlich geprägte Ausbildung erhalten“, berichtet Friederike Draber. Aufgewachsen ist sie als Kind mehr oder weniger um die Lüneburger Heide herum, im Kreis Gifhorn und Lüchow-Dannenberg. Der Schritt nach Ebstorf im Landkreis Uelzen war also naheliegend. Anschließend ging es von 2002 bis 2006 an die Fachhochschule für Forstwirtschaft nach Göttingen.

Zusatzstudium „Nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien“

„Als ich das Studium abschloss, wurden in den Forstbetrieben kaum Leute eingestellt. Ich entschloss mich zur Weiterbildung und studierte, auch in Göttingen, noch einmal vier Semester „Nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien“. Das war für mich ideal, weil das Thema Holz natürlich eine große Rolle spielte. Außerdem war ich interessiert, was mit Holz so alles passieren kann, wenn es den Wald verlassen hat“, erzählt Draber weiter. Diese Entscheidung stellte sich als großes Glück heraus: Mit ihrer Qualifikation war Friederike Draber sehr gefragt, setzte in der Gesellschaft doch langsam ein Umdenken in Sachen Energieverbrauch ein. Friederike Draber: „Wir wurden gewissermaßen aus dem Hörsaal heraus eingestellt.“

Stationen in Hessen und Berlin

Und so führte ihr Weg 2008 für dreieinhalb Jahre nach Hessen, wo sie am Vogelsberg Holzhackschnitzel- und Holzpelletsheizungen in einem Ingenieursbüro projektierte. 2012 bot sich für die junge Försterin die Gelegenheit in Berlin, als Fachreferentin für Holzenergie beim Bundesverband Bioenergie tätig zu sein. Hier standen die Themen Qualitätssicherung von Holzhackschnitzeln und Effizienzsteigerung von Holzhackschnitzelanlagen im Vordergrund.

2014 war für Friederike Draber dann der Zeitpunkt gekommen, den Vorbereitungsdienst, den sogenannten Anwärterdienst, für den Forstberuf zu absolvieren. Diesem schloss sich 2016 die direkte Übernahme in den Dienst der Niedersächsischen Landesforsten an. Die Zeiten hatten sich geändert; es wurden wieder junge Forstleute gesucht.

Projektmanagerin rund um das Wald-Forum Misburg

„Aufgrund meiner Vorerfahrung im Projektmanagement wurde ich mit einer Spezialaufgabe betraut: Ich sollte den Bau und die Konzeption des neuen Misburger Wald-Forums im Waldpädagogikzentrum Hannover-Hildesheim im Raum Hannover begleiten. Damit war ich fast sechs Jahre beschäftigt“, sagt Friederike Draber. Nun war der Bau langsam fertig und für die junge Försterin die Zeit reif für ein eigenes Forstrevier. Sie bewarb sich bei der letzten Ausschreibungsrunde auf die Försterei Uchte und hatte Erfolg.

Angekommen

Jetzt streift Friederike Draber mit ihrer Cockerspanielhündin „Momo“ durch die Landeswälder westlich und südlich von Nienburg und kümmert sich um klimagerechten Waldbau, Holzverkauf und Jagd. „Dabei und für alle weiteren Aufgaben wünschen wir Frau Draber alle Gute“, gratuliert Hendrik Plate, Forstamtsleiter in Nienburg, zur neuen Stelle.

Bilder (Landesforsten/Schmidt) zum kostenlosen Download finden Sie hier.

Recommended Posts
draussen - StuhlBlatt - Garten Skip to content