Wunscharbeitsplatz Wald

 In Forstamt Neuenburg, Regionale Presseregion West

Forstamt Neuenburg begrüßt neue Auszubildende

(Neuenburg/Plaggenburg) Kai Müller und Fabian Braams haben beide ein Jahr gewartet, um ihren Wunschberuf Forstwirt erlernen zu dürfen. Ersterer, weil er volljährig mit dem Auto mobil sein wollte. Zweiterer, weil der Anschluss an den Schulabschluss nicht passte. Jetzt haben beide ihre erste Woche in der Ausbildung beim Forstamt Neuenburg der Niedersächsischen Landesforsten hinter sich und sind begeistert.

Praktikum half

Kai Müller aus Plaggenburg bei Aurich hat sich schon recht früh mit seiner späteren Berufswahl beschäftigt. Während der Realschulzeit absolvierte er mehrere Praktika, unter anderem beim Tischler. Vom Beruf des Forstwirts las er in der Zeitung: „Der Wald steht vor großen Herausforderungen und Forstwirte werden gesucht.“ Müller machte sein Betriebspraktikum in der Revierförsterei Meerhusen. „Da stand mein Berufsziel fest. Das körperliche Arbeiten an der frischen Luft ist mein Ding. Um den Führerschein zu bekommen, habe ich noch ein Jahr das Berufsgrundjahr gemacht und mich dann beim Forstamt Neuenburg beworben“, erzählt der 18-Jährige.

Praktikum half wieder

Auch Fabian Braams hat zahlreiche Praktika absolviert, um sich zu seinem Berufswunsch vorzuarbeiten. Vom Zimmermann bis Tierarzt war eigentlich alles dabei. „Als ich letztes Jahr nach dem Abi dann wusste, dass es der Forstwirtberuf werden sollte, war die Bewerbungsfrist natürlich schon lange vorbei“, sagt der 21-jährige Neuenburger. Also ging er für drei Monate nach Südniedersachsen, wo er schon einmal aushilfsweise im Wald arbeiten konnte. Den Jagdschein machte er gleich noch dazu. „So wie Kai hat mich auch die aktuelle Dynamik im Wald interessiert. Da möchte ich mitwirken und gestalten“, so Braams.

Im Praxistest

Jetzt sind beide gespannt, was in den nächsten Wochen auf sie zukommt. Unter den Fittichen des Ausbildungsmeisters durften sie sogar schon in die Starkholzernte schnuppern. „Wir haben zwei junge und interessierte Menschen für den Forstberuf gewinnen können. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit mit ihnen und werden gute Forstwirte aus ihnen machen“, sagt Ausbildungsmeister Konrad de Buhr.

Für 2023 bieten die Landesforsten wieder dreißig Ausbildungsplätze für den Forstwirt-Beruf an. Bewerbungen müssen bis zum 17. Oktober 2022 vorliegen. Voraussichtlich Ende November finden dann die eintägigen Auswahlverfahren statt.

 Hintergrund

In der dreijährigen Ausbildung zum Forstwirt werden die jungen Leute im Forstbetrieb theoretisch und praktisch in die Arbeit eines Forstwirts, vom Pflanzen und Schützen junger Bäume bis hin zur Holzernte eingewiesen. Der Beruf erfordert nicht nur Kenntnisse über den Aufbau des Waldes und der darin vorkommenden Arten, sondern ebenso über den Betrieb und die Unterhaltung von Forstmaschinen, wie der Motorsäge und weiterer Maschinen und Geräte. Besonderes Augenmerk wird auf Sicherheit und gesundheitsschonende Arbeitsverfahren gelegt.

Die Praxis wird ergänzt durch jährlich zehn Wochen überbetriebliche Ausbildung und Berufsschule am Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum bei Seesen am Harz. Dort wird auch die Ausbildung an Forstgeräten und Maschinen vertieft. So gehören die Arbeit mit dem Forstschlepper und erste Ausbildungsschritte an krangeführten Holzerntemaschinen mit zum Programm. Regelmäßig fahren Auszubildende im Rahmen des europäischen Leonardo-Austauschprogramms zum Beispiel nach Skandinavien. Bei guten Voraussetzungen kann man eine sechsmonatige Ausbildung zum Forstmaschinenführer in die Ausbildung integrieren.

In den 14 Ausbildungsrevieren der Niedersächsischen Landesforsten werden jährlich 30 Auszubildende für den Forstwirt-Beruf eingestellt. Im Nordwesten gibt es gut ausgestattete Ausbildungsreviere mit abwechslungsreichen Wäldern im Forstamt Ankum, im Forstamt Neuenburg und im Forstamt Nienburg.

Die Berufsaussichten bei den Landesforsten sind gut. Beliebte Weiterbildungsmöglichkeiten sind die Fortbildung zum Forstmaschinenführer oder zum Forstwirtschaftsmeister. Darüber hinaus kann man sich in der Baumpflege und im Baumklettern beruflich weiterentwickeln. Auch als praktische Grundlage für ein anschließendes Forststudium wird die Forstwirt-Ausbildung genutzt.

Die Landesforsten selbst bieten jährlich ein umfangreiches Seminarprogramm zur laufenden Fortbildung für alle Mitarbeiter an.

Weitere Informationen unter https://www.landesforsten.de/wir/karriere/forstwirtinnen-und-forstwirte/

Bilder (Landesforsten/Schmidt) zum kostenlosen Download finden Sie hier.

Recommended Posts
Baum - AnlageValdivianischer gemäßigter Regenwald - Biom Skip to content