Vom Ausbildungsplatz Wald zum sicheren Arbeitsplatz in der Region

 In Forstamt Clausthal, Forstamt Lauterberg, Forstamt Riefensbeek, Forstamt Seesen, Harz, NFBZ Münchehof, Regionale Presseregion Süd

Drei angehende Forstwirte starten Lehrberuf im Forstamt Seesen

(Seesen) Sie kommen aus Bornhausen, Schwiegershausen und Westerhof und lernen gemeinsam den Forstwirt-Beruf. Seit dem 1. August arbeiten Jolina Sonnenberg, Thore Heim und Elias Reinholz Seite an Seite in Wald und Werkstatt unter Anleitung von Ausbilder Lutz Kobrig. Der Forstwirtschaftsmeister aus dem Forstamt Seesen bildet die drei jungen Dörfler vom Harzrand aus und wird sie auf ihrem Weg bis zur Gesellenprüfung begleiten. Einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz in der Region und in der Natur zu finden, war das gleichlautende Ziel von Jolina, Thore und Elias.

Der Seesener Ortsteil Münchehof am nordwestlichen Harzrand und das Forstamt Seesen erfüllen diese Wünsche. Hier liegt ihre Basisstation mit Werkstatt – ein moderner Ausbildungsbetrieb, von der aus die drei in das Harzvorland und die Oberharz-Wälder ausschwärmen. Gemeinsam mit Meister Kobrig und weiteren Auszubildenden verbringen sie ihre Lehrjahre in der abwechslungsreichen Landschaft zwischen Bad Gandersheim und Bad Harzburg.

Vielseitige Arbeit für gesuchte Fachkräfte – Forstwirte sind bundesweit in grünen Berufen beschäftigt

Sie pflanzen neue Bäume, pflegen kleine Setzlinge auf den Aufforstungsflächen bis ins hohe Alter, versorgen die Bevölkerung mit Holz, wenn sie erntereife Bäume fällen und schützen wertvolle Landschaftsbiotope. Die Aufgaben als Forstwirt-Auszubildende sind vielfältig und die Anforderungen nehmen beständig zu. Jolina Sonnenberg ist die jüngste in der Runde. „Über ein freiwilliges, zweiwöchiges Praktikum im Forstamt bin ich zu dem Beruf gekommen. Ich wollte etwas in und mit der Natur machen und nicht im Büro arbeiten“, begründet die 16 –Jährige aus Bornhausen die Berufswahl. Zur Arbeit kommt sie mit dem Motorrad, im Winter nimmt Jolina den Zug, denn der Bahnhof Münchehof liegt direkt neben der Werkstatt.

Ihr Kollege Thore Heim ist gerade 18 Jahre alt geworden und hat sein Fachabitur in der Tasche. Schon auf der Berufsschule in Northeim hat der Westerhofer sich intensiver mit dem Fachwissen der Grünen Berufe befasst. Agrarwirtschaft stand neben anderen Fächern auf Thores Stundenplan. Jetzt paukt er Baum- und Straucharten, lernt geschützte Pflanzen und Tiere kennen und trainiert den sicheren Umgang mit gefährlichen Werkzeugen. Thore weiß bereits, dass Forstwirte gefragte Fachkräfte im Wald sind: „Mein Vater arbeitet als Ranger in Lonau und ich war als Schulpraktikant bei Forstunternehmer Carsten Henkel. Auch die Jägerprüfung habe ich schon bestanden und vielleicht studiere ich später Forstwirtschaft“, schildert Thore seine Prägung zum Wald.

Auch Elias Reinholz ist der Wald nicht fremd. Von Kindheit an sei er gewohnt, mit Vater und Bruder Brennholz zu machen. Sein Onkel sei ebenfalls Forstwirt gewesen, erzählt der 18-Jährige aus Schwiegershausen. Elias Reinholz war auf der Oberschule in Hattorf und hat Freunde, die in den Forstämtern Riefensbeek und Seesen eine Forstwirt-Ausbildung machen. „Meine Familie und Freunde haben voll hinter meiner Entscheidung für diese Ausbildung gestanden. Die Ersten, die mich für den Wald begeistert haben, waren allerdings meine Großeltern. Mit ihnen habe ich die Wälder auf Spaziergängen im Rotenberg oder den alten Truppenübungsplatz bei Osterode erkundet“, beschreibt der Auszubildende.

Forstwirtschaftsmeister Lutz Kobrig sieht nach dreijähriger Ausbildung in den Niedersächsischen Landesforsten gute Chancen für seine Schützlinge. „Der Bedarf bei den Landesforsten ist groß, aber auch andere Forstbetriebe oder forstlichen Lohnunternehmen suchen Nachwuchskräfte“, sagt Kobrig. „Die jungen Leute erhalten hier bei uns in den Landesforsten eine solide Ausbildung, mit der sie gute Chancen haben auf einen Arbeitsplatz in der Region oder bei Arbeitgebern im gesamten Bundesgebiet.

https://www.landesforsten.de/blog/2022/06/30/auszubildende-zum-zur-forstwirt-in-m-w-d-fuer-2023/

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