Wanderwege gesperrt: Landesforsten sichern Morgenbrodtstal und Ifenweg

 In Forstamt Clausthal, Forstamt Riefensbeek, Harz, Regionale Presseregion Süd

Baumfällarbeiten im Bereich des „Sperberhaier Dammhauses“ nahe der Harzhochstraße B 242

(Riefensbeek) Das Niedersächsische Forstamt Riefensbeek fällt in den kommenden Wochen Bäume am Morgenbrodtstaler Graben und am Ifenweg. Die Wanderwege sind während der Forstarbeiten ab Montag, 5. September, für mehrere Wochen nicht begehbar. Die Sperrung beginnt ab der Bundesstraße 242, kurz hinter dem „Sperberhaier Dammhaus“. Die Niedersächsischen Landesforsten beseitigen abgestorbene Bäume, die von Fichtenborkenkäfern zerstört wurden. Ziel der Forstarbeiten ist es, die beliebten Wanderwege entlang des Weltkulturerbes wieder sicher begehbar zu halten.

Die Baumfällungen sind auf zwei Arbeitsblöcke verteilt. Der Erste wird rund drei Wochen dauern. Der zweite Abschnitt befindet sich nahe dem Großen Wehr, an dem sich eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel befindet. Die Stempelstelle bleibt vorerst von Stieglitzeck und von Kamschlacken aus erreichbar. Das Forstamt wird die Sperrung des Wanderweges zur Stempelstelle rechtzeitig vor Beginn des zweiten Arbeitsblockes ankündigen. Die schwierigen Geländeverhältnisse mit steilen Hängen erfordern den Einsatz einer Seilkrananlage.

Hintergrund: Stempelstelle „Großes Wehr“

Das „Große Wehr“ befindet sich zwischen der Hammersteinklippe an der Stieglitzecke und dem „Sperberhaier Dammhaus“ und ist der Beginn des „Morgenbrodtsthalergraben“. Der Morgenbrodtsthalergraben hat eine Länge von 4,1 km, wird von der Großen Söse und dem Morgenbrodtsbach gespeist und leitet das Wasser weiter zum Dammgraben. Mit dem Bau des „Sperberhaier Dammes“, des großen Harzaquäduktes (1732/1734) wurde die Möglichkeit geschaffen, das Wasser des bereits in 1715 erschlossenen Morgenbrodtsthaler Grabens, für den Erzbergbau in den Gruben Dorothea und Caroline zu nutzen.

Ein guter Ausgangspunkt ist das Sperberhaier Dammhaus, welches zeitgleich mit dem gleichnamigen Damm am Dammgraben errichtet wurde. Ursprünglich wurde das Dammhaus für die Bergarbeiter erstellt, die es als Umkleide- und Gebetshaus nutzten. Später diente es als Dienstwohnung für den Grabenwärter, ehe es zu einer beliebten Ausflugsgaststätte umgebaut wurde. Der Wanderweg führt von dort immer am Morgenbrodtsthaler Graben entlang zum Großen Wehr.

Der kürzeste Weg führt von der Stieglitzecke über die Hammersteinklippe sehr steil und unwegsam am Sösestein vorbei direkt zum Großen Wehr.

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