Waldpflege im Barneführerholz und Oberlether Fuhrenkamp

 In Forstamt Ahlhorn, Regionale Presseregion West

In der Revierförsterei Sandkrug werden Eichenbestände hochmechanisiert gepflegt

(Hatten / Sandkrug) Ab Montag, den 12. September werden im Barneführerholz und im Anschluss auch im Oberlether Fuhrenkamp hochmechanisierte Pflegearbeiten in jungen Eichenbeständen auf einer Fläche von etwa je 15 Hektar durchgeführt.

Ziel ist es, die Jungbestände zu pflegen. Durch Entnahme einzelner Bäume wird der verbleibende Bestand insgesamt stabiler, der Einzelbaum wird vitaler und widerstandfähiger. Besonders die Eichen benötigen in den ersten Jahrzehnten ihres Lebens viel Platz im Kronenraum, damit sie konkurrenzfähiger gegenüber anderen Baumarten werden. Durch diese Maßnahmen werden die Erhaltungszustände der schützenswerten Eichen-Lebensraumtypen verbessert. Ein Lebensraumtyp ist ein besonders geschützter Biotoptyp. Um die Vielfalt an Lebensräumen in Europa zu erhalten, wurden europaweit über 231 natürliche und naturnahe Lebensraumtypen von gemeinschaftlichem Interesse definiert. Sie sind im Anhang I der Flora-Fauna-Habitat(FFH)-Richtlinie aufgeführt. Mehr als 70 dieser Lebensraumtypen finden sich in Niedersachsen. Für diese wurden, gemäß der Verpflichtung nach der FFH-Richtlinie, FFH-Gebiete ausgewiesen. Natürliche und naturnahe Lebensräume sollen dort, in Einklang mit einer nachhaltigen Nutzung, wirkungsvoll geschützt und gefördert werden.

„Die Holzernte findet jetzt Spätsommer im noch belaubten Zustand der Bäume statt, da wir die trockene Witterung ausnutzen wollen. Nach stärkerem Regen sind die Böden sowohl im Barneführerholz, als auch im Oberlether Fuhrenkkamp häufig nicht befahrbar. Und da die Wintermonate auch keinen Bodenfrost mehr erwarten lassen, wird zur Vermeidung von Bodenschäden ein Einsatz in den trockenen Sommermonaten angestrebt“ beschreibt Justin Böning den relativ frühen Beginn der Pflegearbeiten.

Der Forstort Barneführerholz gehört zur Revierförsterei Sandkrug des Forstamtes Ahlhorn. Das Waldgebiet grenzt südlich an die zur Gemeinde Hatten gehörende Ortschaft Sandkrug. Das zu den Niedersächsischen Landesforsten gehörende Waldgebiet ist ein ausgewiesenes Naturschutz- und FFH-Gebiet. Darüber hinaus ist es auch ein beliebtes Naherholungsgebiet für Wanderer, Jogger, Fahrradfahrer und andere Naturliebhaber. Justin Böning, Leiter der Revierförsterei Sandkrug, erklärt: „Daher wurden alle forstlichen Maßnahmen in enger Absprache zwischen dem Forstamt Ahlhorn und der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde Oldenburg abgesprochen. Während der Arbeiten wird der jeweilige Arbeitsbereich zeitweise gesperrt. Ich bitte darum, die Absperrungen zu respektieren und zur eigenen Sicherheit von den Holzerntemaschinen Abstand zu halten“.

Beispielbild:  Die Pflegearbeiten werden mit Holzerntemaschinen, sogenannten Harvestern durchgeführt / Beispielfotos (Fotos: Niedersächsische Landesforsten)

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