Renaturierung und Wiedervernässung im Barnbruch schreiten voran

 In Forstamt Wolfenbüttel

Landesforsten verschließen Hauptentwässerungsgraben für den Anstieg des Grundwasserspiegels

(Wolfsburg / Gifhorn) Nach umfänglichen waldbaulichen Maßnahmen im Zuge der Instandsetzungsarbeiten im Kompensationspool Barnbruch-Stellfelde zwischen Wolfsburg und Gifhorn beginnen die Landesforsten mit der vollständigen Verfüllung des Schleusengrabens.

Schon im letzten Jahr wurden rund 2.000 Meter des verzweigten Entwässerungssystems innerhalb des Kompensationspool Barnbruch-Stellfelde verfüllt. Der Schleusengraben spielt in dem Gebiet eine übergeordnete Rolle. Kleinere Gräben münden in den breiten und tiefen Schleusengraben, der sich von Ost nach West durch das Gebiet erstreckt und schließlich im Allerkanal endet.

„Die flächige Entwässerung des Gebietes hat ihre Spuren hinterlassen: Gerade bei der Zusammensetzung der Pflanzen lässt sich ein bedeutsamer Rückgang der Arten nasser und feuchter Standorte erkennen“ erklärt Holger Orthmann, Projektleiter des Kompensationspools Barnbruch-Stellfelde vom Niedersächsischen Forstamt Wolfenbüttel.

Die ursprünglich sehr nassen Wälder mit Sumpf- und Bruchwaldstandorten wurden in vergangenen Jahrhunderten trockengelegt, um vorrangig Nadelhölzer für die Holzproduktion anzubauen. Die Gebietskonzeption sieht den Umbau der Kiefern-Nadelforsten hin zu feuchten Eichenwäldern, sowie die Wiedervernässung des gesamten Gebietes vor.

Neben dem Rückbau des Entwässerungssystems haben die Landesforsten in den letzten drei Jahren bereits rund 25 Hektar der Kiefernwälder aufgelichtet und 35.000 Stieleichen gepflanzt.

Mit dem Verschluss des Schleusengrabens auf einer Länge von rund 1.000 Metern finden nun die Maßnahmen zur Wiedervernässung im östlichen Bereich des Barnbruchs ihren Abschluss. Innerhalb des Gebietes wurden mehrere Messstellen installiert, die Aufschluss über den Grundwasserstand geben.

„Die Ergebnisse unserer Messungen werden uns in den nächsten Jahren Gewissheit geben, wie sich die Maßnahmen auf den Grundwasserstand ausgewirkt haben. Wir müssen uns nur gedulden, da solch große Systeme nur langsam reagieren“ erklärt Förster Orthmann weiter.

Durch die Baggerarbeiten kann es täglich zu Behinderungen auf den Waldwegen im östlichen Barnbruch kommen.  Die Niedersächsischen Landesforsten bitten Waldbesuchende um Verständnis. Die Waldwege werden nach Beendigung der Arbeiten wiederhergerichtet.

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