Forstamt Neuenburg bekommt neuen Forstamtsleiter

 In Forstamt Ahlhorn, Forstamt Neuenburg, Regionale Presseregion West

Stefan Grußdorf wechselt nach Ahlhorn, Uwe Mestemacher übernimmt

(Neuenburg/Ahlhorn) Es war eine kurze, aber intensive Zeit. Nach eineinhalb Jahren wechselt Stefan Grußdorf in seiner Funktion als Forstamtsleiter vom Niedersächsischen Forstamt Neuenburg in das Niedersächsische Forstamt Ahlhorn. Uwe Mestemacher folgt auf dem Posten. Für ihn ist es die Rückkehr in die alte Heimat.

Gute Zeit im Forstamt Neuenburg

„In den eineinhalb Jahren habe ich das Forstamt Neuenburg sehr schätzen gelernt. Meine Frau und ich dachten sogar kurz darüber nach, uns hier niederzulassen und zu bleiben“, berichtet Stefan Grußdorf rückblickend. Besonders beeindruckt haben ihn die vielfältigen, reichstrukturierten Wälder der ostfriesischen Halbinsel. „Dass so imposante und qualitativ hochwertige Weißtannen in Küstennähe wachsen, das ist schon bemerkenswert“, so Grußdorf.

Freude auf Wunschforstamt

Mit der Pensionierung der bisherigen Leiterin des Forstamtes Ahlhorn bot sich Grußdorf nun die Gelegenheit, wieder an seine vorherige Wirkungsstätte zurückzukehren. „Im Forstamt Ahlhorn hatte ich bereits einige Jahre in der Forstamtsleitung gearbeitet. Ich kenne die Wälder und es ist mir ein Stückweit Heimat geworden“, erklärt der Förster.

Stefan Grußdorf setzte sich im Bewerbungsverfahren durch und tritt die Forstamtsleitung in Ahlhorn nun zum 1. Dezember an. Er freut sich auf den neuen, alten Wirkungsbereich: „Ich kenne die Arbeit im Wald von Grund auf. Als gelernter Forstwirt habe ich in Göttingen Forstwirtschaft studiert und mich dann als Förster innerbetrieblich fortgebildet. So weiß ich, dass die Arbeit aller Kolleginnen und Kollegen sinnvoll ineinandergreifen muss und es freut mich, dass ich mich dafür in meinem Wunschforstamt Ahlhorn einsetzen darf.“

Försterberuf war frühes Ziel

Uwe Mestemacher, neuer Leiter des Forstamtes Neuenburg, ist in Ganderkesee groß geworden. „In der 9. Klasse machte ich mein Betriebspraktikum im Hasbruch. Seit dieser Zeit stand für mich fest, dass ich Förster werden will“, so Mestemacher. Sein besonderes Interesse galt dabei der Waldökologie und dem Waldnaturschutz. „Darauf habe ich mich im Studium an der Uni Göttingen spezialisiert. Meine erste Stelle bei HessenForst in einem Forschungsprojekt zu Waldschäden infolge von Grundwasserabsenkungen, hat dann ökologische und betriebswirtschaftliche Aspekte miteinander verbunden.“

Neuenburg als Wunschforstamt

Mit der Zeit zog es Uwe Mestemacher wieder nach Niedersachsen. 2011 wechselte er zu den Niedersächsischen Landesforsten, arbeitete in der zentralen IT-Abteilung in Wolfenbüttel als Sachgebietsleiter und ab 2017 als Leiter des Naturschutzes in der Zentrale der Landesforsten in Braunschweig. Die Ausschreibung der Forstamtsleitung in Neuenburg war für den 43-Jährigen eine weitere Chance: „Mir ist es wichtig, praktisch zu arbeiten und Dinge aktiv gestalten zu können. Das geht als Forstamtsleiter sehr gut. Außerdem schließt sich für mich ein Kreis, denn in Neuenburg bin ich wieder in meiner alten Heimat.“

Die Ziele seiner Arbeit hat sich der neue Forstamtsleiter bereits gesteckt: „Der Wald wird hier von der Bevölkerung sehr geschätzt. Ich will dazu beitragen, den Menschen den ganzheitlichen Blick auf den Wald näherzubringen. Außerdem möchte ich mich für die Förderung der Ökosystemleistungen des Waldes einsetzen. Holz bleibt ein wichtiger und faszinierender Rohstoff, den wir nachhaltig produzieren wollen. Mit Blick auf die Klimakrise ist er aus meiner Sicht Teil der Lösung, nicht des Problems.“

 

Hintergrund

Stefan Grußdorf stammt aus einer alten Försterfamilie aus der Göhrde und ist in der 9. Generation Förster. Nach der Schulzeit absolvierte der heute 53-Jährige von 1990 bis 1992 eine Ausbildung zum Forstwirt. An das Studium der Forstwirtschaft an der HAWK in Göttingen schloss sich 1996/97 der Anwärterdienst im damaligen Forstamt Stauffenburg an.  1997 erfolgte die Einstellung in die damalige Landesforstverwaltung im Niedersächsischen Forstplanungsamt in Wolfenbüttel. Hier war Stefan Grußdorf für die zentrale Programmierung zuständig. 2004 übernahm er parallel die Leitung des Dezernats für Personal und Haushalt. Von 2005 bis 2013 war Grußdorf in der Betriebsleitung der Landesforsten in Braunschweig tätig. Hier erstreckte sich sein Tätigkeitsfeld auf Personal- und Grundsatzangelegenheiten. Während dieser Zeit qualifizierte Stefan Grußdorf sich 2012 für Leitungsfunktionen und arbeitete von 2013 bis Anfang 2021 als Betriebsdezernent im Forstamt Ahlhorn. Im April 2021 übernahm er die Leitung des Forstamtes Neuenburg. Nun wechselt Grußdorf als Leiter zurück in das Forstamt Ahlhorn.

Uwe Mestemacher, aufgewachsen in Ganderkesee, leistete nach dem Abitur 1998 zunächst seinen Zivildienst in der Seehundaufzuchtstation in Norden/Norddeich. 1999 wechselte er an die Uni Göttingen und studierte Forstwissenschaften und Waldökologie mit dem Schwerpunkt Naturschutz. Im Rahmen eines Studienprojektes arbeitete er an Waldinventuren in der Mongolei, in den slowakischen Karpaten und in Westafrika mit. Das Referendariat absolvierte Mestemacher im Niedersächsischen Forstamt Münden, wo er mit der Aufarbeitung der Sturmschäden nach Kyrill 2007 beschäftigt war. Es folgte die Beschäftigung bei HessenForst von 2008 bis 2011. In diesem Jahr wechselte er zu den Niedersächsischen Landesforsten, arbeitete in der zentralen EDV-Abteilung in Wolfenbüttel und ab 2017 als Leiter Naturdienstleistungen und Naturschutz in Braunschweig. Zum 1. November 2022 hat Mestemacher die Leitung des Forstamtes Neuenburg übernommen.

Ein Bild (Landesforsten) zur kostenlosen Verwendung (von links: Stefan Grußdorf, Uwe Mestemacher).

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