Mit 5G und Sensorik am Löwe-Pfad

 In Forstamt Wolfenbüttel, Regionale Presseregion Mitte

Landesforsten und Ostfalia stellen Forschungsprojekt im Lechlumer Holz vor

(Wolfenbüttel) Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und das Niedersächsische Forstamt Wolfenbüttel stellten in der letzten Woche im Lechlumer Holz das Forschungsprojekt „5G Smart Country“ vor. Im Waldgebiet Lechlumer Holz der Niedersächsischen Landesforsten sind seit gut einem Jahr eine Vielzahl an unterschiedlichen Sensoren an Bäumen und im Boden installiert. Über ein eigens eingerichtetes Funknetz, das mittels einer Photovoltaikanlage mit Strom versorgt wird, sammeln die WissenschaftlerInnen der Ostfalia Hochschule Vitalitätsdaten der Bäume und des Bodens und können so Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des Waldes ziehen. Das ist besonders wichtig aufgrund des notwendigen Waldumbaus im Zuge des Klimawandels.

Andreas Baderschneider, Leiter des Niedersächsischen Forstamtes Wolfenbüttel begrüßt die anwesende Presse im Wald und erklärt: „Ich freue mich, dass wir als Niedersächsische Landesforsten mit unserem Wald in diesem spannenden und zukunftsträchtigen Forschungsprojekt die ‚Erprobungsfläche‘ für den Einsatz neuer Technik im Wald stellen konnten und so die Hochschule unterstützen.“

Der Versuchsaufbau im Lechlumer Holz bei Wolfenbüttel ist ein Demonstrator in einem Teilprojekt des Forschungsprojektes „5G Smart Country“. Durch das Teilprojekt „Smart Forestry“ werden mittels Waldsensorik Daten des Waldes gesammelt. Es sollen darüber hinaus neue Möglichkeiten der Bürgerinformation sowie die Digitalisierung der Forsttechnik im Wald vorangebracht werden.

Prof. Dr. Andreas Ligocki von der Ostfalia erklärt: „Der Wald soll uns seine Geschichte erzählen und zeigen, wie gut es ihm geht.“

„Die Sensoren an den Bäumen und im Boden sammeln Messwerte und übertragen diese über ein energiearmes Funknetzwerk an eine Funkstation im Forst. Von dort aus werden die Daten via 5G Mobilfunktechnologie in die Cloud der Ostfalia Hochschule versendet. Das Testfeld hat aktuell einen Radius von rund 600 Metern um die Funkstation“, erklärt Martin Böhm von der Ostfalia den Ablauf des Monitorings. Die Stromversorgung der Funkstation durch eine Photovoltaikanlage ist im Wald wegen des Schattens der Baumkronen eine Herausforderung.

Durch den Feldversuch im Wald kann die Funktionsweise, der Energieverbrauch und die Technik der vernetzten Sensorik unter realen Bedingungen getestet und weiterentwickelt werden. Die so gesammelten Daten aus dem Lechlumer Holz warten nun auf eine Interpretation und spannende Fragen aus der Praxis.

„Die Technik steht, die Sensoren sammeln Messwerte und übertragen diese in unsere Cloud. Unser nächstes Ziel ist es, spannende Fragestellungen mit Praxisvertretern zu erarbeiten und dazu mit möglichst vielen Stakeholdern ins Gespräch zu kommen“, beschreibt Frau Prof. Dr. Ina Schiering von der Ostfalia die nächsten Schritte.

Forstamtsleiter Andreas Baderschneider ist zuversichtlich: „Da werden sich sicher einige interessante Fragestellungen aus der forstlichen Praxis finden lassen.“

Zu den Partnern der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften im Forschungsprojekt „5G Smart Country“ zählen neben den Niedersächsischen Landesforsten, auch die Stiftung Zukunft Wald, der Landkreis Wolfenbüttel, die Firma Wahlers Forsttechnik, das Thünen-Institut für Waldökosysteme sowie das Rittergut Lucklum.

Um die vielen WaldbesucherInnen im Lechlumer Holz über den Versuchsaufbau und das Projekt vor Ort zu informieren, haben Landesforsten und Ostfalia zwei neue Informationstafeln auf dem Löwe-Pfad installiert.

Das Forschungsprojekt läuft noch bis Ende 2024. Solange werden Sensoren im Wald weiter Messwerte ermitteln und diese zur wissenschaftlichen Auswertung und Interpretation an das Projektteam des Projekts „5G Smart Country“ an der Ostfalia Hochschule senden.

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Urhebernachweis: Niedersächsische Landesforsten / NLF

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