Waldbrandübung in der Schotenheide

 In Forstamt Rotenburg, Regionale Presseregion Nordost

Das Feuer beherrschen lernen

(Ahlden) In den Vormittagsstunden des 12.08.2023 wird an mehreren Stellen im Waldgebiet der Schotenheide nahe der Schwedenschanze, wahrnehmbarer Brandgeruch und ein Vollbrand auf einer größeren Waldfläche gemeldet. Zusätzlich kommt es zu mehreren Explosionen im Bereich des Waldbrandes. Kurz darauf wird die Alarmierung der Ortsfeuerwehren Ahlden und Grethem / Büchten ausgelöst. Die regional zuständigen Waldbrandbeauftragten, Ole Berkenheger von der Landwirtschaftskammer und Gerd Jülke, Revierleiter der Revierförsterei Ahlden von den Niedersächsischen Landesforsten werden ebenfalls hinzugezogen. So sah es das Übungsdrehbuch der realistischen Großwaldbrandübung vor, welches Samtgemeindebrandmeister Sven Kothe aus Ahlden ausgearbeitet hatte.

Schnell bildete der Ortsbrandmeister Mario Müller aus Ahlden die Einsatzleitung. Nach kurzer Lagebeurteilung wurden weitere Einsatzkräfte für die Bekämpfung angefordert. Unter anderem auch die Polizeidirektion Hannover, die mit 2 leistungsstarken Wasserwerfern anrückte. Auch das Technische Hilfswerk (THW) war mit zahlreichen Akteuren im Einsatz.

Um das ausgebrochene Feuer möglichst schnell einzudämmen, wurden als Erstes die Tanklöschfahrzeuge direkt an die Brandherde geführt. So konnte sofort mit der Brandbekämpfung begonnen werden. Für den weiteren Wassernachschub musste eine Löschwasserversorgung über lange Wegstrecken aufgebaut und ein sogenannter Pendelverkehr eingerichtet werden.

Gerd Jülke betont: „Ein ausgedehnter Wald- und Vegetationsbrand stellt für die Einsatzkräfte immer eine große Herausforderung dar. Häufig fehlt den Einsatzkräften die Ortskenntnis im Wald. Als Waldbrandbeauftragter ist es meine Hauptaufgabe, der Einsatzleitung beratend zur Seite zu stehen. Nur koordiniertes und beherztes Eingreifen zahlreicher Organisationen ermöglicht die erfolgreiche Brandbekämpfung.“

Gerade in den vergangenen Jahren mit trockenen, heißen und teils windigen Witterungsphasen könnte jeder Wald – und Vegetationsbrand schnell verheerenden Folgen haben. „Befahrbare Waldwege, Löschbrunnen und Löschteiche in erreichbarer Nähe, geländegängige Fahrzeuge und gut geschulte Einsatzkräfte sind zwingend erforderlich. Ich freue mich, dass wir diese Übung in meinem Revier durchgeführt haben, so konnten alle Teilnehmer ressortübergreifend aus den hier gemachten Erfahrungen lernen“, resümiert Gerd Jülke.

Beitragsbild: Realistische Waldbrandübung in Ahlden. Löschangriff im Wald bei starker Rauchentwicklung.  (Sierk/NLF)

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