Urwälder von morgen

Besondere Biotope, Arten und Lebensgemeinschaften schützen wir wesentlich durch das LÖWE-Waldschutzgebietskonzept.

Erste „Naturwälder“ wurden in Niedersachsen bereits in den 1970er Jahren ausgewiesen. In diesen verzichtete man fortan auf sämtliche Holzernte- und Pflegemaßnahmen und überließ die Wälder der natürlichen Entwicklung. Heute umfasst die Fläche dieser „Urwälder von morgen“ 32.950 ha und damit 10% unseres Eigentums. Sie finden sich in allen größeren Waldgebieten. Die größten zusammenhängenden Flächen liegen im Nationalpark Harz (14.900 Hektar), im Süntel bei Hessisch Oldendorf (1.300 Hektar), im Biosphärenreservat Elbtalaue (ca. 700 Hektar) und im Drömling (ca. 500 Hektar).

Die Entwicklung dieser Urwälder von morgen wird durch die forstliche Versuchsanstalt in Göttingen wissenschaftlich beobachtet. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse nutzen wir dazu, die naturnahe Bewirtschaftung der übrigen Wälder weiter zu verbessern.

Zudem sind sie ein wesentlicher Bestandteil der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS). In diesen Wäldern schützen wir den Teil der Biodiversität, der auf urwaldähnliche Strukturen angewiesen ist. Denn in bewirtschafteten Wäldern werden Bäume meist geerntet, bevor sie ihr natürliches Höchstalter erreichen oder von alleine absterben. In den Naturwäldern sollen hingegen Alters- und Zerfallsphasen ungestört ablaufen, sodass die Tier- und Pflanzenarten, die an solche Waldstrukturen gebunden sind, besonders geschützt werden.

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Auch ist die Neugier in der Gesellschaft an den Zusammenhängen in Naturwäldern sehr groß. Im Bereich der Umweltbildung und der Öffentlichkeitsarbeit bringen wir diese Wälder einer breiten Öffentlichkeit nahe.

Hier finden Sie weitere Informationen und eine kartografische Darstellung.

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