Waldbrandübung in der Försterei Behren stärkt Zusammenarbeit für den Ernstfall

 In Forstamt Unterlüß, Regionale Presseregion Nordost

(Sprakensehl/Behren) Wie wichtig das Zusammenspiel von Feuerwehr, Feuerwehrflugdienst und Niedersächsischen Landesforsten bei der Bekämpfung von Waldbränden ist, zeigte  eine gemeinsame Übung in der Försterei Behren im Forstamt Unterlüß. Rund 50 Einsatzkräfte trainierten dort unter realitätsnahen Bedingungen die Erkennung, Lokalisierung und Bekämpfung mehrerer Waldbrandherde.

Ausgangspunkt der Übung war eine simulierte Rauchentwicklung in einem Waldgebiet bei Sprakensehl. Mitarbeitende der Niedersächsischen Landesforsten hatten dazu an drei Stellen kontrollierte Bodenfeuer angelegt. Der Feuerwehrflugdienst aus Lüneburg erkannte die Rauchentwicklung aus der Luft und leitete die zunächst am Gerätehaus in Sprakensehl bereitstehenden Einsatzkräfte gezielt zu den Brandstellen.

„Gerade bei Waldbränden kommt es auf eine schnelle und präzise Lageerkundung an. Die Übung hat gezeigt, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen den Kräften am Boden und dem Feuerwehrflugdienst als Auge aus der Luft ist“, erläutert Frederic Schirmer, Revierleiter der Försterei Behren der Niedersächsischen Landesforsten im Forstamt Unterlüß.

Beteiligt waren die Feuerwehren Sprakensehl mit der Ortsgruppe Behren, Bokel und Eschede. Die Brandstellen wurden zügig lokalisiert und erfolgreich abgelöscht. Gleichzeitig bot die Übung die Möglichkeit, die Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg weiter zu vertiefen.

Neben dem Feuerwehrflugdienst war auch die Waldbrandzentrale der Niedersächsischen Landesforsten in Lüneburg in das Szenario eingebunden. Sie übernimmt während der Waldbrandsaison eine zentrale Rolle bei der Früherkennung von Waldbränden. Mithilfe eines automatisierten Kamerasystems werden große Waldflächen im nordöstlichen Niedersachsen überwacht. Verdächtige Rauchentwicklungen können so frühzeitig erkannt und an die zuständigen Einsatzkräfte gemeldet werden.

Mehrere Waldbrandbeauftragte der Niedersächsischen Landesforsten begleiteten die Übung vor Ort. Auch Vertreter der Kreisfeuerwehr, der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Gifhorn sowie der Gemeindefeuerwehr verfolgten das Geschehen.

„Waldbrände entwickeln sich häufig sehr dynamisch. Deshalb ist es entscheidend, Abläufe regelmäßig unter realistischen Bedingungen zu trainieren und die Zusammenarbeit aller Beteiligten weiter zu stärken. Jede gemeinsame Übung erhöht die Handlungssicherheit für den Ernstfall“, betont Schirmer.

In einer abschließenden Nachbesprechung werteten die Verantwortlichen die gewonnenen Erkenntnisse aus. Das gemeinsame Training leistet einen wichtigen Beitrag, um Waldbrände künftig noch schneller zu erkennen und wirksam einzudämmen.

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