Üben für den Ernstfall: Feuerwehrkräfte trainieren großangelegte Waldbrandrettung im Holzurburger Wald
Rund 150 Einsatzkräfte der Kreisfeuerwehrbereitschaft Cuxhaven Süd im Übungseinsatz bei Bad Bederkesa
(Bad Bederkesa) Ein groß angelegtes Übungsszenario erwartete am Samstag, den 25.10.2025, die Mitglieder der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd des Landkreises Cuxhaven im Holzurburger Wald bei Bad Bederkesa. Angenommen wurde ein ausgedehnter Waldbrand im südlichen Teil des rund 625 Hektar großen Waldgebietes – mit mehreren vermissten und verletzten Personen.
In den frühen Morgenstunden war laut Übungsdrehbuch ein Feuer im dichten Mischwald ausgebrochen. Zwei Pilzsammler galten als vermisst, während sich im nördlichen Bereich des Waldes ein schwerer Arbeitsunfall ereignete: Zwei Waldarbeiter waren in einer Forstmaschine eingeklemmt, von einem dritten fehlte zunächst jede Spur. Um die komplexen Einsatzlagen zu bewältigen, wurde die Kreisfeuerwehrbereitschaft Cuxhaven Süd alarmiert.
Rund 150 Einsatzkräfte rückten daraufhin in den Holzurburger Wald aus. Die Einsatzleitung gliederte das Gebiet in fünf Abschnitte, um Brandbekämpfung, Personensuche und technische Hilfeleistung parallel koordinieren zu können. Neben zahlreichen Löschfahrzeugen und Tanklöschfahrzeugen kam auch moderne Technik zum Einsatz: Die Drohnengruppe der Ortsfeuerwehr Frelsdorf unterstützte aus der Luft bei der Suche nach den Vermissten und verschaffte der Einsatzleitung wertvolle Lagebilder.
Der Holzurburger Wald, der zum Forstamt Harsefeld der Niedersächsischen Landesforsten gehört, erstreckt sich nordöstlich von Bad Bederkesa zwischen dem Bederkesaer See und dem Schifffahrtsweg Elbe-Weser. Der zuständige Revierleiter und Kreiswaldbrandbeauftragte Tobias Loewer war maßgeblich an der Planung der Übung beteiligt und begleitete den Einsatz als Fachberater. Ziel war nicht nur die praktische Schulung der Feuerwehrkräfte, sondern auch die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Forstamt und weiteren Organisationen.
„Aufgrund des Klimawandels müssen wir künftig mit einer steigenden Waldbrandgefahr rechnen“, erklärte Loewer. „Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam mit den örtlichen Feuerwehren regelmäßig üben und die Einsatzkräfte die besonderen Gegebenheiten im Wald kennen.“
Nach rund drei Stunden war das Übungsszenario erfolgreich abgeschlossen. Im Anschluss übernahm die THW-Ortsgruppe Bremerhaven die Verpflegung der Einsatzkräfte und Helfenden.
Die Kreisfeuerwehrführung zeigte sich mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden. Die Abläufe hätten gezeigt, dass die Strukturen und Kommunikationswege im Ernstfall funktionieren.
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