Waldumbau der Landesforsten im Revier Fuhrberg zeigt Erfolg

 In Forstamt Fuhrberg, Regionale Presseregion Mitte

Waldumbau der Landesforsten im Revier Fuhrberg zeigt Erfolg:

Zukunftswald wächst durch gute Wetterbedingungen besonders kräftig heran

(Fuhrberg) Wo vor kurzem noch eine vom Borkenkäfer zerstörte Fichtenfläche lag, wächst nun ein vielfältiger Zukunftswald heran. Revierleiter Lucas Kubel vom Forstamt Fuhrberg der Niedersächsischen Landesforsten zeigt sich mit der Entwicklung einer Waldumbaufläche im Rahden sehr zufrieden. Die jungen Bäume profitieren von den günstigen Witterungsbedingungen der vergangenen Monate und entwickeln sich ausgesprochen gut.

Nach der vorangegangenen Holzernte wurde dieser und weitere Nadelholzbestände im Rahmen des Waldumbaus neu bepflanzt. Ziel ist es, einen stabilen Mischwald zu entwickeln, der den Herausforderungen der Klimaveränderungen besser standhalten kann als die ehemaligen meist reinen Nadelholzbestände aus Fichte oder Kiefer. „Wir setzen hier bewusst auf verschiedene Baumarten mit unterschiedlichen Stärken“, erklärt Revierleiter Lucas Kubel vom Forstamt Fuhrberg. Gepflanzt wurden Roteiche, Traubeneiche, Esskastanie und Weißtanne. Vor allem die Eichen und die Esskastanie gelten als wärmeliebende Laubbaumarten, die mit künftig häufiger auftretenden Trocken- und Hitzeperioden besser zurechtkommen können. Aber auch die Weißtanne als Nadelbaumart bringt ihre Vorteile für mehr Widerstandskraft im neuen Wald mit: Sie gilt im Gegensatz zur Fichte als sturmfester.

Trotzt der teilweise sehr heißen Sommerperioden in diesem Jahr, hätten die Bedingungen insgesamt für das Anwachsen der jungen Bäume kaum besser sein können. Auf die ausreichenden Niederschläge folgten Perioden mit für die Bäume guten Temperaturen. Sie sorgten dafür, dass sich die jungen Eichen, Esskastanien und Weißtannen kräftig entwickeln. „Ein so gutes Wuchsjahr haben ich schon lange nicht mehr erlebt. Die Pflanzen legen ordentlich zu und schaffen damit eine hervorragende Grundlage für den Wald der Zukunft“, sagt Förster Kubel. Aber auch den Baumwuchs behindernde Pflanzen – beispielsweise die Brombeere oder der in der Regel bis zu zwei Meter in die Höhe wachsende Adlerfarn – profitieren von den optimalen Bedingungen, sodass bereits die ersten Pflegemaßnahmen von Forstwirtinnen und Forstwirten durchgeführt wurden.

Begünstigt wird diese Entwicklung zusätzlich durch die guten Standortverhältnisse im Rahden. Die Böden sind hier vergleichsweise nährstoffreich und bieten ein deutlich höheres Potenzial für den Wald und die Holzgewinnung, welches die früheren reinen Kiefern- und Fichtenwälder nicht ausschöpfen konnten. Mit der Umwandlung in artenreiche Mischwälder wird dieses Potenzial künftig deutlich besser genutzt. Somit kann der Wald im Rahden noch mehr Funktionen für Natur und Mensch bereitstellen.

Auch im kommenden Jahr wird der Waldumbau im Forstamt Fuhrberg der Niedersächsischen Landesforsten fortgesetzt. Für die im Herbst beginnende Pflanzsaison sind weitere Pflanzungen sowie die Pflege bestehender Kulturen vorgesehen. Ziel bleibt es, ehemalige Nadelreinbestände Schritt für Schritt in vielfältige, klimastabile Wälder umzubauen und so die Wälder fit für die Zukunft zu machen.

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