Jagen
in den Landesforsten
Spezial

Warum wird in den Landesforsten gejagt?

Der Wald ist ein wichtiger Lebensraum zahlreicher Tierarten. Von diesen nehmen vor allem Rehe, Rot- und Damhirsche eine besondere Rolle ein. Sie leben nicht nur im und vom Wald, sondern haben auch großen Einfluss auf diesen: Durch das Fressen von Keimlingen, Knospen, Trieben oder der Rinde junger Bäume sterben diese oft ab oder kommen in der Folge gar nicht vor. Vor allem in Baumarten, die nicht so häufig vorkommen, findet das Wild echte Leckerbissen, die bevorzugt gefressen werden.

Gerade auf diese Mischbaumarten kommt es im Wald aber an, da wir das Ziel verfolgen, einen vielfältigen, gesunden und stabilen Mischwald zu entwickeln. Da sich das Wild weitgehend ungebremst vermehren würde, muss der Wildbestand durch die Jagd reguliert werden. Deshalb dient die Jagd in den Landesforsten in erster Linie dem Wald und dessen Gesundheit und Vielfalt.

Darüber hinaus ist der Landeswald auch ein Lebensraum der Wildschweine, deren Population ebenfalls reguliert werden muss, um Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen zu reduzieren und zu verhindern, dass sich Wildkrankheiten ausbreiten.

Wie und Wann wird in den Landesforsten gejagt?

Das Ziel, die Wildbestände so zu regulieren, dass alle Baumarten in Mischung mit einander wachsen können, versuchen wir so schonend wie möglich zu erreichen. Bei der Jagd berücksichtigen wir daher wildbiologische Erkenntnisse, den Tierschutz und die Ansprüche des Wildes. Deshalb konzentrieren wir unsere Jagden auf Zeiträume im Jahr, in denen die Jagd besonders aussichtsreich ist: vor allem im Spätsommer, Herbst und Winter.

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Durch erfolgreiches Jagen in dieser Zeit, können wir auf das Jagen in weniger aussichtreichen Zeiten verzichten, wodurch das Wild mehr Ruhe und weniger Stress hat. Jägerinnen und Jäger, die in den Landesforsten jagen, müssen bleifreie Munition einsetzen, um die Umwelt zu schonen und nachweisen, dass sie das Schießen geübt haben.

Wäre es nicht besser, Zäune zu bauen um die Bäume zu schützen?

Zäune sind keine Alternative zur Jagd. Insbesondere vor dem Hintergrund der derzeitigen Herausforderung bei der Wiederaufforstung von durch Sturm, Dürre und Borkenkäfer geschädigten Wäldern müssten zu große Flächen gezäunt werden. Dies wäre nicht nur mit großem Aufwand verbunden, sondern führte letzten Endes auch dazu, dass die gezäunten Flächen dem Wild nicht mehr als Lebensraum zur Verfügung stehen – wodurch sich das Wild auf noch kleinere Flächen konzentriert.

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Wer jagt in den Landesforsten?

Mehr als drei Viertel des in den Landesforsten erlegten Wildes wird von Jägerinnen und Jägern erlegt, die nicht den Landesforsten angehören. Regional sehr unterschiedlich besteht grundsätzlich für jede Jägerin und jeden Jäger die Möglichkeit, an der Jagd in den Landesforsten beteiligt zu werden. Ansprechpartner hierfür sind die Forstämter vor Ort.

Was passiert bei Gemeinschaftsjagden?

Zwischen Ende Oktober und Ende Januar finden in den Landesforsten zahlreiche Gemeinschaftsjagden statt, die auch Bewegungsjagden genannt werden. Hierbei jagen bis zu 100 Jägerinnen und Jäger, Treiberinnen und Treiber mit ihren Hunden in einem größeren Waldgebiet. Morgens, mit Beginn der Jagd, beziehen die Jägerinnen und Jäger ihre im Wald verteilten Stände auf Hochsitzen.

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Treiberinnen und Treiber beginnen dann gemeinsam mit Jagdhunden durch den Wald zu streifen und das Wild in Bewegung zu bringen. Das den Treibern und Hunden ausweichende Wild begegnet dann häufig den Jägerinnen und Jägern, die es – so sich das Wild nicht zu schnell bewegt – erlegen können. Ziel dieser Jagden ist es, einen möglichst großen Teil des Abschussplanes zu erfüllen, auch um an vielen anderen Tagen das Wild durch die Jagd nicht beunruhigen zu müssen.

Wie verhalte ich mich richtig, worauf muss ich achten?

Die Waldgebiete, in denen gejagt wird, werden für die Dauer der Jagd gesperrt. Öffentliche Straßen, die durch die bejagten Waldgebiete führen, werden entweder ganz gesperrt oder die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird reduziert. Dies dient einerseits dem Schutz von Wild und Hunden, die während der Jagd jederzeit die Straße queren können, aber genauso auch dem Schutz der Verkehrsteilnehmer. Bitte halten Sie sich an die Sperrungen und die Geschwindigkeitsbegrenzungen!

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Wenn Sie einen Ausflug in ein bestimmtes Waldgebiet in dieser Zeit planen, können Sie sich beim zuständigen Forstamt vor Ort erkundigen, ob in dieser Zeit Jagden stattfinden, die Sie bei Ihrer Planung berücksichtigen müssen. Über Straßensperrungen und Geschwindigkeitsreduktionen informieren wir die Presse vorab.

Wie verhalten sich die Jäger, worauf achten sie?

Die Sicherheit ist das oberste Gebot der Jäger. Sie schießen nur dann, wenn sie ausschließen können, dass durch den Schuss Gefahr für Dritte ausgeht und sie sicher sind, dass sie das Wild sicher und tierschutzgerecht treffen können.

Hierfür verlangen wir von den Jägerinnen und Jägern einen Nachweis darüber, dass sie das Schießen geübt haben und erinnern sie vor der Jagd im Rahmen der Einweisung daran, welche Regelungen zu Ihrer und der eigenen Sicherheit einzuhalten sind.

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Was passiert mit dem erlegten Wild und wo kann ich Wildfleisch beziehen?

Das erlegte Wild wird zu einem Lebensmittel verarbeitet. Wildhändler, Restaurants, Jäger und Privatpersonen kaufen das erlegte Wild als ganzes Stück und gewinnen daraus hochwertiges, wohlschmeckendes und noch dazu unter natürlichen Bedingungen regional erzeugtes Fleisch.

Gemeinschaftsjagd in Zeiten von Corona, geht das denn?

 

Ja. Wir haben für die Gemeinschaftsjagden in diesem Herbst Hygienekonzepte erarbeitet. Hierin sind das Einhalten des Mindestabstandes sowie das Tragen von Mund-Nasen-Schutz verbindlich vorgegeben.

Auch achten wir darauf, dass sich die Jägerinnen und Jäger nicht in größeren Gruppen treffen, weshalb auch der gesellige Teil der Jagd, bei dem sich Jägerinnen und Jäger austauschen und gemeinsam essen, in diesem Jahr weitgehend entfällt.

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