Arbeiten in und mit der Natur

 In Forstamt Ankum, Regionale Presseregion West

Das Niedersächsische Forstamt Ankum hat zwei neue Forstwirtauszubildende

(Ankum/Ostercappeln/Lingen) Die ersten Tage im Wald liegen hinter ihnen und der Eindruck passt. Malte Suckau und Jon Sanders sind sich sicher, den richtigen Beruf für sich gefunden zu haben. In den nächsten drei Jahres werden sie im Forstamt Ankum der Niedersächsischen Landesforsten zu Forstwirten ausgebildet.

Malte Suckau

Malte Suckau ist in Ostercappeln aufgewachsen. Sein Opa war Förster und hat ihn früh geprägt. „Ich war mit meinem Großvater viel im Wald unterwegs, auch mein Schulpraktikum habe ich im Wald gemacht“, erzählt der 21-Jährige. Natur interessiert den jungen Mann. Dazu gehört für ihn auch der Jagdschein, den er letztes Jahr gemacht hat.  Seinen Golden Retriever nimmt Suckau mit zur Jagd.

Nach dem Abitur in Bad Essen hat der angehende Forstwirt die Nase voll von Theorie. Er möchte praktisch arbeiten. Bei einem Praktikum im Nationalpark Harz lernt er viel über die Arbeit in Wäldern, die unter Schutz stehen. Dann bewirbt sich Suckau auf Ausbildungsstellen zum Forstwirt in ganz Deutschland. Am Ende klappt es in der Heimat.

Jon Sanders

Jon Sanders wächst in Holthausen bei Lingen auf. Nach der Gesamtschule absolviert er eine Ausbildung zum Tischler. In diesem Beruf arbeitet der 20-Jährige einige Zeit, stellt aber fest, dass die Arbeit ihn nicht völlig zufriedenstellt. „Ich war viel auf Montage und habe Fenster aus Kunststoff montiert. So habe ich mir den Beruf nicht vorgestellt“, berichtet Sanders.

Die Idee Forstwirt zu werden, kommt beim Brennholz machen. „Mit Holz arbeite ich gern und im Wald fühle ich mich wohl“, so der angehende Forstwirt weiter. Also bewirbt er sich beim Forstamt Ankum und kann sich im Auswahlverfahren durchsetzen.

Interessante Arbeiten locken

Am meisten gespannt sind Suckau und Sanders auf die Arbeiten rund um die Holzernte. Diese den beiden Waldneulingen richtig und sicher beizubringen, ist Aufgabe ihrer Ausbilder Marek Hapke und Ulrich Kotte. „Malte und Jon sind handwerklich geschickt. Wir haben bereits zusammen einen Hochsitz gebaut und die beiden konnten schon erste Erfahrungen im Umgang mit dem Freischneidegerät und der Motorsäge machen“, sagt Marek Hapke.

Das Team des Forstamtes Ankum freut sich über die tatkräftige Unterstützung und wünscht Malte Suckau und Jon Sanders einen guten Start in den Forstberuf und stets Erfolg, Glück und Gesundheit.

Das Forstamt Ankum sucht aktuell junge, interessierte Menschen, die sich für den und im Wald engagieren wollen. Interessierte finden Informationen unter Forstwirtinnen und Forstwirte – Niedersächsische Landesforsten. Für Fragen steht das Forstamt Neuenburg unter poststelle@nfa-ankum.niedersachsen.de zur Verfügung. Bei Praktika und Zukunftstagen im Forstamt können Schülerinnen und Schüler erste Erfahrungen in diesem Berufsfeld sammeln.

 

Hintergrund

Die Niedersächsischen Landesforsten

Die Niedersächsischen Landesforsten pflegen und bewirtschaften den Landeswald nach den Grundsätzen der Langfristigen, ökologischen Waldentwicklung, kurz LÖWE. Der Wald soll dabei so entwickelt werden, dass die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion auch unter zukünftig geänderten Klimabedingungen gleichermaßen erfüllt werden. Als Leitbild dienen ungleichaltrige, strukturreiche Wälder aus standortgemäßen Baumarten, die sich natürlich verjüngen.

Ausbildung bei den Niedersächsische Landesforsten

In der dreijährigen Ausbildung zum/zur Forstwirt*in werden die jungen Leute im Forstbetrieb theoretisch und praktisch in die Arbeit, vom Pflanzen und Schützen junger Bäume bis hin zur Holzernte eingewiesen. Der Beruf erfordert nicht nur Kenntnisse über den Aufbau des Waldes und der darin vorkommenden Arten sowie den Naturschutz, sondern ebenso über den Betrieb und die Unterhaltung von Forstmaschinen, wie der Motorsäge und weiterer Maschinen und Geräte. Besonderes Augenmerk wird auf Sicherheit und gesundheitsschonende Arbeitsverfahren gelegt.

Die Praxis wird ergänzt durch jährlich zehn Wochen überbetriebliche Ausbildung und Berufsschule am Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum bei Seesen am Harz. Dort wird auch die Ausbildung an Forstgeräten und Maschinen vertieft. So gehören die Arbeit mit dem Forstschlepper und erste Ausbildungsschritte an krangeführten Holzerntemaschinen mit zum Programm. Regelmäßig fahren Auszubildende im Rahmen des europäischen Leonardo-Austauschprogramms zum Beispiel nach Skandinavien. Bei guten Voraussetzungen kann man eine sechsmonatige Ausbildung zum Forstmaschinenführer in die Ausbildung integrieren.

In den 14 Ausbildungsrevieren der Niedersächsischen Landesforsten werden jährlich 30 Auszubildende für den Forstwirt-Beruf eingestellt. Im Nordwesten gibt es gut ausgestattete Ausbildungsreviere mit abwechslungsreichen Wäldern im Forstamt Ankum, im Forstamt Neuenburg und im Forstamt Nienburg. Das Forstamt Neuenburg bildet jedes Jahr zwei junge Menschen aus.

Die Berufsaussichten bei den Landesforsten sind sehr gut. Beliebte Weiterbildungsmöglichkeiten sind die Fortbildung zum Forstmaschinenführer oder zum Forstwirtschaftsmeister. Darüber hinaus kann man sich in der Baumpflege und im Baumklettern beruflich weiterentwickeln. Auch als praktische Grundlage für ein anschließendes Forststudium wird die Forstwirt-Ausbildung genutzt.

Die Landesforsten selbst bieten jährlich ein umfangreiches Seminarprogramm zur laufenden Fortbildung für alle Mitarbeitenden an.

 

Bilder (Landesforsten/Schmidt) zum kostenlosen Download finden Sie hier.

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