Waldpflege und Holzernte im Sandhorster Wald

 In Forstamt Neuenburg, Regionale Presseregion West

Niedersächsische Landesforsten setzen Rückepferde auf sensiblen Waldböden ein

 

(Aurich/Neuenburg) Im Sandhorster Wald will das Forstamt Neuenburg der Niedersächsischen Landeforsten jetzt Holz ernten und den Wald gleichzeitig pflegen. Dabei wollen die Forstleute die alten Eichenbestände fördern und die Nadelwaldpartien nach und nach in Laubmischwälder umbauen. Wo der Waldboden sehr empfindlich ist, rücken Pferde das Holz an die Waldwege.

Der Sandhorster Wald ist besonders

Der Eikebusch und das Ochsenmeer sind zwei stadtnahe Waldflächen im vielbesuchten Sandhorster Wald. Sie sind geprägt durch Gräben zur Entwässerung und dem alten Panzergraben als Kulturdenkmal. Besonders auffallend ist die große Anzahl verschiedener Baumarten wie Buche, Eiche, Weiß- und Küstentanne, Fichte, Douglasie, Thuja, Roteiche, Birke, Ahorn oder Erle. Vor allem die Laubholzbestände sind sehr alt. „Wenn wir den Wald hier pflegen und bewirtschaften wollen, geht das nur mit größter Umsicht und Sorgfalt“, erklärt Phillip Hahn, Leiter der zuständigen Försterei Meerhusen.

Ziele: Erhaltung der Eiche und Förderung des Laubmischwaldes

Ziel der Arbeiten ist zum einen die Förderung und Erhaltung der alten Eichenbestände. „Die Eichenkronen sollen Platz zum Wachsen bekommen. Dadurch bleiben die Bäume gesundheitlich stabil und können noch viele Jahrzehnte stehen. Überließen wir alles sich selbst, würden die Eichen über kurz oder lang durch andere Baumarten verdrängt. Die Nadelholzpartien wollen wir zu Laubmischwäldern entwickeln. Dafür entnehmen wir die hiebsreifen Nadelbäume und schaffen Licht und Platz für junge Laubbäume. In die buchengeprägten Waldteile bringen wir Struktur. Das heißt, wir fördern die älteren, guten Buchen, indem wir bedrängende Exemplare entnehmen. Dadurch geben wir jüngeren Bäumen Raum zum Wachsen und können durch die Lichtgabe auch Baumarten mit höheren Lichtansprüchen als die Buche fördern“, verdeutlicht Hahn.

Arbeiten mit Hand, Hufe und Maschine

Um den Wald und den Waldboden auf diesen nassen Standorten während der Maßnahmen maximal zu schonen, kommen verschiedene Arbeitsverfahren zum Einsatz. Motormanuell, also von Hand, fällen die Forstwirtinnen und Forstwirte das starke Laubholz. Die dicken Bäume können so präziser zu Fall gebracht werden, als mit einem Harvester (Vollernter). Dieser kommt stattdessen im dünneren Laubholz und in den homogeneren Nadelholzbeständen zum Einsatz, wo die Bäume nicht ganz so dick sind. „Das Holz rücken wir dann je nach Bodenbeschaffenheit und Gewicht mit einem Rückeschlepper (Forwarder) oder mit Rückepferden an die Waldwege. Je nasser der Boden, desto vorsichtiger müssen wir arbeiten. Wo auch nach Ausschöpfen aller Möglichkeiten zu viel Schaden angerichtet würde, werden wir Bäume stehenlassen“, so der Förster weiter. Der Rückeschlepper bekommt außerdem sogenannte Bänder aufgezogen. Diese verringern den Reifendruck auf den Boden.

Bitte Wegesperrungen beachten

Die Arbeiten starten planmäßig in der 6. Kalenderwoche ab dem 2. Februar und werden, je nach Wetterlage, mehrere Wochen dauern. Aus Sicherheitsgründen werden manche Waldwege zeitweise gesperrt sein. Durch die Rückearbeiten können einzelne Wege matschig sein. Bei geeigneter Witterung werden die befestigten Wege abgezogen und die erdfesten Wege wieder instandgesetzt, damit sie sich setzen können. Das Forstamt Neuenburg bittet um Verständnis und um Beachtung der Sperrungen.

 

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