Wiedervernässungsmaßnahme im Krähenmoor abgeschlossen
Wiedervernässungsmaßnahme im Krähenmoor abgeschlossen
(Nienburg) Das Forstamt Nienburg hat Mitte November eine Maßnahme zur Wiedervernässung des Krähenmoors in der Försterei Krähe abgeschlossen. Das Projekt wurde von den Niedersächsischen Landesforsten auf ihren Flächen finanziert und umgesetzt. Die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) war mit Thomas Beuster und Annika Ruprecht bei der Planung und Ausführung beteiligt.
Das Krähenmoor ist ein Hochmoor östlich von Nienburg/Weser mit Torfmächtigkeiten bis zu sieben Metern. Es weist teilweise unzerschnittene Hochmooroberflächen auf und umfasst offene und halboffene Hochmoorbereiche sowie Moorwaldstrukturen. Im Moorschutzprogramm Niedersachsen wird das Krähenmoor als eines der wertvolleren Hochmoore des Landes geführt. Es ist Teil eines rund 443 Hektar großen Naturschutzgebietskomplexes, der sich zu etwa 86 Prozent in öffentlicher Hand befindet. Flächen der Niedersächsischen Landesforsten gehören dazu. Ein wichtiger Baustein im Programm zur langfristigen ökologischen Waldentwicklung (LÖWE) der Niedersächsischen Landesforsten ist das Waldschutzgebietkonzepts. Dieses umfasst den Erhalt, die Pflege und die Entwicklung von besonders wertvollen Lebensräumen wie Mooren. Dazu ist es notwendig, das durch Wasser geprägte Milieu in Mooren zu erhalten und einer Entwässerung entgegenzuwirken.
Der Wasserhaushalt des Krähenmoores ist in mehreren Bereichen durch historische Torfstiche und Entwässerungsgräben beeinträchtigt.
Bereits seit Jahrzehnten arbeiten der Landkreis Nienburg – vertreten durch die Untere Naturschutzbehörde und die ÖSSM an der ökologischen Entwicklung und Stabilisierung des Gebiets. Auch die Niedersächsischen Landesforsten haben sich ihrer Verantwortung für das Gebiet angenommen. Seit sechs Jahren besteht eine wertvolle Kooperationsvereinbarung zwischen den Partnern, um Schutz, Pflege, Entwicklung und Bewirtschaftung der Moore und Wälder im Bereich der Krähe besser zu koordinieren.
Die aktuelle Maßnahme umfasste die Ertüchtigung eines in Teilen abgesackten Dammes auf einer Länge von rund 950 Metern. Die Firma Lehnhoff entfernte zunächst den Bewuchs auf dem Damm mittels eines Baggers. Anschließend wurde der angrenzende Kiefernbestand auf 1,4 Hektar durch einen Moorkettenbagger mit Baumzange entnommen. Ein Teil des anfallenden Holzes wurde zur energetischen Verwertung aus dem Moor herausgerückt, ein Teil verblieb im Moor.
Der Damm wurde anschließend um 50 bis 80 Zentimeter erhöht. Als Baumaterial diente Torf, der parallel zum Damm gewonnen wurde. Ziel der Maßnahme ist eine Verbesserung des Wasserrückhalts im Moor.
„Die Arbeiten am Krähenmoor stehen beispielhaft für die Zusammenarbeit zwischen den Niedersächsischen Landesforsten und den Ökologischen Stationen im Rahmen der vom Land Niedersachsen geförderten Vor-Ort-Betreuung von Schutzgebieten – auch dort, wo Naturschutzgebietsflächen im Eigentum der Landesforsten liegen“, sagt Thomas Beuster (ÖSSM).
Hochmoore speichern im nassen Zustand große Mengen Kohlenstoff und bieten Lebensräume für spezialisierte Arten wie Sonnentau, Torfmoose oder bestimmte Libellenarten, darunter die Hochmoor-Mosaikjungfer.
Auch in diesem Jahr sind bereits weitere Projekte geplant.
Bilder zum Download finden Sie Hier
Für die Presse bieten wir zu aktuellen Ereignissen und Meldungen Bilder und Texte zum Download an. Die zum Download angebotenen Fotos dürfen nur gemeinsam mit der Pressemitteilung oder dem Thema veröffentlicht werden, mit dem sie in Verbindung stehen und müssen mit einem ungekürzten Urheberrechtsnachweis versehen sein, wie er jeweils an den Abbildungen angeben ist.
