Kümmer‘ Dich um Deinen Müll!
Immer mehr Abfall landet illegal im Wald
(Lohbergen/Sellhorn) Erneut ist im Bereich der Försterei Lohbergen im Niedersächsischen Forstamt Sellhorn Abfall im Wald entdeckt worden. Mitarbeitende stoßen bei ihrer täglichen Arbeit immer wieder auf zurückgelassene Materialien. Für Tiere kann das problematisch sein – in manchen Fällen sogar tödlich.
Immer wieder finden die Mitarbeitenden des Forstamtes Sellhorn illegal entsorgten Abfall in den Wäldern der Niedersächsischen Landesforsten. Dabei reicht das Spektrum von Haushaltsmüll über Sperrmüll bis hin zu Abfällen aus dem Garten. Dieses Mal sorgt Kirschlorbeerschnitt in Lohbergen für Unmut. „Die Pflanze ist giftig. Fressen zum Beispiel Rehe davon, kann das sehr gefährlich werden“, schildert Fabian Grätsch.
Illegale Müllbeseitigung ist strafbar
Illegale Abfallentsorgung wird behördlich verfolgt. Ob es sich dann um eine Ordnungswidrigkeit handelt oder eine Straftat ist, hängt von Art und Menge des Mülls und dessen Auswirkungen auf die Umwelt ab. Insbesondere Gartenabfälle können erhebliche ökologische Schäden verursachen, etwa durch Gefahren für Tiere oder die langfristige Beeinträchtigung von Lebensräumen.
Der aktuelle Fall wurde beim zuständigen Ordnungsamt gemeldet sowie bei der Polizei zur Anzeige gebracht. „Wir sind bei solchen Fällen auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen“, so Grätsch. In der Vergangenheit konnten so bereits mehrfach Verursachende ermittelt werden.
Illegale Müllbeseitigung verursacht für alle Mehrkosten
Wer kostenpflichtigen Müll im Wald entsorgt, will meist Geld sparen. Aber die illegale Abfallbeseitigung im Wald macht Arbeit und kostet Geld. Die Mehrkosten werden über die Abfallgebühren, welche die Gemeinden erheben, auf die Bürger*innen umgelegt. „Finden wir illegalen Müll im Wald, rufen wir beim Landkreis an. Dieser schickt ein Unternehmen, das den Müll einsammelt und zum Abfallbeseitigungszentrum bringt. Dort wird der Müll dann fachgerecht getrennt und entsorgt. Das macht niemand zum Nulltarif“, ordnet Fabian Grätsch ein. Am Ende zahlen alle mehr, weil einige sich vor den Kosten drücken.
Der Forstmann wünscht sich von den Menschen mehr Feingefühl bei der Müllentsorgung. „Dass der Wald in Zeiten des Klimawandels von uns besonders viel Unterstützung braucht, weiß ja inzwischen jeder. Wenn wir uns dann auch noch mit dem illegalen Müll beschäftigen müssen, fehlt die Zeit für die wirklich wichtigen Aufgaben“, so Grätsch. Er weiß, dass er nur von einigen schwarzen Schafen spricht und appelliert an diese: „Bringen Sie Ihren Müll zum Abfallzentrum und leisten Sie damit einen Beitrag zum Wald- und Umweltschutz!“
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