Köhlerhütte Einemhof wird rückgebaut – Neubau geplant
Köhlerhütte Einemhof wird rückgebaut – Neubau geplant
(Einemhof/Westergellersen) Die Köhlerhütte im Forstort Einemhof ist für viele Menschen in der Region seit Jahren ein beliebter Treffpunkt mitten im Wald – zum Rasten, Wandern oder Grillen. Nun wird der in die Jahre gekommene Aufenthalts- und Grillplatz zurückgebaut. Grund dafür ist vor allem die hohe Waldbrandgefahr in der Lüneburger Heide.
Die Revierförsterei Busschewald der Niedersächsischen Landesforsten plant mittelfristig einen modernen und deutlich sichereren Neubau einer Grillhütte am selben Standort.
Zudem ist geplant, diesen Platz künftig auch als Startpunkt für waldpädagogische Aktivitäten des Forstamtes Sellhorn zu nutzen.
Der bestehende Platz war Ende der 1990er Jahre mit Fördermitteln errichtet worden und erfreute sich seitdem großer Beliebtheit bei Waldbesuchenden. Doch aus heutiger Sicht entspricht die Anlage nicht mehr den Anforderungen an den vorbeugenden Brandschutz. Insbesondere der Schutz vor Funkenflug ist nicht mehr ausreichend gewährleistet.
„Die Köhlerhütte und der Grillplatz gehören für viele Menschen einfach dazu. Uns ist wichtig, diesen Ort langfristig zu erhalten – aber eben in einer Form, die den heutigen Anforderungen an die Waldbrandsicherheit gerecht wird“, erklärt Revierförster Hilmar Camehl. „Wir haben hier einen öffentlich zugänglichen Platz mitten im Wald, der nicht dauerhaft beaufsichtigt werden kann. Gerade in einer Region mit hoher Waldbrandgefahr müssen wir Risiken so weit wie möglich minimieren.“
Die Waldbrandgefahr beschäftigt die Forstleute in der Lüneburger Heide seit Jahren intensiv. Trockene Frühjahre, lange Hitzeperioden im Sommer und sandige Böden sorgen dafür, dass sich Brände schnell entwickeln und ausbreiten können. Bereits seit Anfang März dieses Jahres ist deshalb auch die Waldbrandzentrale in Lüneburg wieder besetzt. Von dort aus werden Waldbrandmeldungen koordiniert und die Lage in den Wäldern der Region überwacht.
Mit dem geplanten Neubau soll die Brandgefahr am Standort deutlich reduziert werden. Gleichzeitig soll auch künftig wieder ein attraktiver Rast- und Aufenthaltsort für Waldbesuchende entstehen – allerdings mit modernerer Bauweise, besserem Schutz vor Funkenflug und ohne offene Brandquellen.
Bis es soweit ist, bittet die Revierförsterei Busschewald um Verständnis für den Rückbau der bisherigen Anlage. Ziel bleibe es, den beliebten Standort langfristig sicher und nachhaltig für die Öffentlichkeit zu erhalten.
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