Vom Nienburger Wald in den Harz
Vom Nienburger Wald in den Harz – eine Verbindung, die bleibt
(Nienburg) Maschinenführer Dirk Barkemeyer und seine Kollegen unterstützten während der Borkenkäferkalamität das Forstamt Riefensbeek. Aus dem gemeinsamen Einsatz entstand eine Freundschaft, die bis heute besteht.
„Wenn man monatelang Seite an Seite arbeitet, gemeinsam Rückschläge erlebt und abends zusammensitzt, dann entstehen Verbindungen, die bleiben.“ Für Dirk Barkemeyer, Maschinenführer am Maschinenstützpunkt Nienburg, beschreibt dieser Satz ziemlich genau, was zwischen 2020 und 2023 im Harz entstanden ist.
In diesen Jahren unterstützte Barkemeyer gemeinsam mit seinen Kollegen vom Forstamt Nienburg das Forstamt Riefensbeek bei der Bewältigung der historischen Borkenkäferkalamität. Große Teile der Harzer Fichtenwälder waren durch den Borkenkäfer geschädigt worden. Für die beteiligten Teams bedeutete das jahrelange, intensive Arbeit: befallene Bäume mussten schnell aufgearbeitet und aus dem Wald gebracht werden, um die weitere Ausbreitung des Käfers einzudämmen.
Für Barkemeyer war der Einsatz im Harz weit mehr als ein vorübergehender Arbeitsplatz. „Wir haben damals sehr eng zusammengearbeitet. Jeder wusste, dass wir nur gemeinsam vorankommen“, erinnert er sich. Aus den Kollegen vor Ort wurden Freunde. Auch nach dem Ende des Einsatzes blieb der Kontakt bestehen.
Ein sichtbares Zeichen dieser Verbindung ist seit November 2020 das sogenannte Nienburger Tor. Die Kollegen im Harz haben das große hölzerne Eingangstor errichtet. Im Mai 2026 hat der Harzklub hier eine Schutzhütte eröffnet. Wer im Harz unterwegs ist, kann das Nienburger Tor beispielsweise bei einer Wanderung aus Richtung Osterode oder Bad Grund erreichen. Der Ort bietet sich für eine Pause und natürlich auch für ein Erinnerungsfoto an. Bei der inzwischen notwendigen Erneuerung des Tores wurde der ursprüngliche First abgenommen und nach Nienburg gebracht. Dort erinnert er heute an die gemeinsame Zeit im Harz. „Das Nienburger Tor ist für uns eine Erinnerung an diese gemeinsame Zeit. Wir haben damals viel geleistet, aber vor allem haben wir uns als Team kennengelernt und Freundschaften geschlossen“, sagt Barkemeyer.
Im Harz hat eine neue Phase der Waldentwicklung begonnen. Die Erfahrungen aus den Jahren der Kalamität bleiben – ebenso wie die Verbindungen zwischen den Menschen, die damals gemeinsam angepackt haben. Das Nienburger Tor erinnert daran bis heute.
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