Alte Eichen erhalten, Nachwuchs fördern

 In Forstamt Harsefeld, Regionale Presseregion Nordost

Forstliche Pflegemaßnahme im Himmelpfortener Wald beginnt

(Himmelpforten) Im Himmelpfortener Wald beginnt jetzt eine forstliche Pflegemaßnahme in einem rund 130-jährigen Eichenbestand. Der Forstort liegt in der Försterei Bevern im Forstamt Harsefeld der Niedersächsischen Landesforsten. Ziel der Arbeiten ist es, die wertvollen alten Eichen langfristig zu erhalten und zugleich die Voraussetzungen für die Etablierung einer neuen Eichengeneration zu schaffen.

Die Maßnahme wird voraussichtlich drei Wochen dauern.

Alte Eiche lange erhalten

Im Rahmen der Pflege werden vor allem Buchen entnommen, die in die Kronen der Eichen eingewachsen sind und diese zunehmend bedrängen. Die Buche ist gegenüber der Eiche konkurrenzstärker und schattenertragender. Engt sie den Kronenraum der Eichen ein, kann sie deren Entwicklung beeinträchtigen. Durch die gezielte Entnahme einzelner Bäume erhalten die Eichen wieder mehr Raum und Licht. Das fördert ihre Vitalität und Stabilität, sodass die Alteichen möglichst lange erhalten bleiben.

„Die alten Eichen sind für unseren Wald in Himmelpforten von besonderem Wert. Wir wollen sie so lange wie möglich erhalten und müssen dafür den Buchen, die in die Kronen der Eichen hineinwachsen, rechtzeitig Einhalt gebieten“, erklärt Hauke Klattenberg, Revierleiter der Försterei Bevern.

Licht für Eichennachwuchs

Ergänzend wird auf einer rund 0,6 Hektar großen Teilfläche ein sogenannter Lochhieb durchgeführt. Dabei werden auf begrenzter Fläche Bäume entnommen, damit deutlich mehr Licht auf den Waldboden fällt. Das ist wichtig, weil die Eiche eine ausgeprägte Lichtbaumart ist. Sie braucht ausreichend Licht, um anzuwachsen und sich gegenüber anderen Baumarten zu behaupten. Auf der Fläche werden Eichen gepflanzt.

Da sich die Eiche an diesem Standort nicht ausreichend natürlich verjüngt, reicht es nicht aus, auf den Eichelfall der Alteichen zu setzen. Die Forstleute pflanzen deshalb gezielt neue Eichen, um die nächste Eichengeneration zu sichern. Die jungen Eichen sind jedoch auf viel Licht angewiesen. Im dichten Schatten einer geschlossenen Buchenkrone haben sie kaum eine Chance und werden von der schattenertragenden Buche schnell überwachsen. Durch den Lochhieb erhalten die gepflanzten Eichen dagegen die nötige Helligkeit, um anzuwachsen und sich zu einer neuen Eichengeneration zu entwickeln. Auf diese Weise bleibt die Eiche als prägende Baumart erhalten, und es entsteht ein standortangepasster, klimastabiler Mischwald der Zukunft.

„Wir verbinden die Pflege des Altbestandes mit der Förderung junger Eichen“, erklärt Forstreferendar Tamme Müller, der die Maßnahme koordiniert. „So sichern wir die alten Eichen, die den Wald hier prägen, und bereiten gleichzeitig die nächste Waldgeneration vor.“

Brennholzverkauf

Das bei der Maßnahme anfallende Holz findet lokal weiter Verwendung. Brennholz kann in der Försterei Bevern erworben werden. Interessierte wenden sich dazu direkt per E-Mail an die Försterei unter der Adresse Hauke.Klattenberg@nlf.Niedersachsen.de

Die Maßnahmen sind Teil einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung, bei der bestehende Waldstrukturen erhalten und zugleich die Weichen für die Zukunft des Waldes gestellt werden.

Während der voraussichtlich drei Wochen dauernden Holzernte kann es im unmittelbaren Arbeitsbereich zeitweise zu Einschränkungen kommen. Das Forstamt Harsefeld bittet darum, Absperrungen und Sicherheitshinweise vor Ort unbedingt zu beachten.

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