Die Gellener Torfmöörte soll wieder nasser und artenreicher

 In Forstamt Neuenburg, Regionale Presseregion West

Landkreis Wesermarsch, Ökologische Station Jade und Niedersächsische Landesforsten informieren über Arbeiten und Wegesperrungen

(Gellen/Wesermarsch) Die Gellener Tormöörte nordöstlich von Oldenburg ist ein altes Hochmoorgebiet und soll auf einer Fläche von etwa 125 Hektar renaturiert werden. Darauf haben sich der Landkreis Wesermarsch, die Ökologische Station Jade (ÖSJA) zusammen mit den Niedersächsischen Landesforsten als Teileigentümerin und weiteren Eigentümern verständigt. Jetzt sind die Akteure in die Planung und Umsetzung eingestiegen. Dabei sperren sie aus Sicherheitsgründen die Wanderwege.

Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet

Die Gellener Torfmöörte ist Teil des Naturschutzgebietes „Gellener Torfmoorte mit Rockenmoor und Fuchsberg“ und des europäischen Flora-Fauna-Habitat-Gebietes (FFH-Gebiet) „Ipweger Moor, Gellener Torfmöörte“. Lebensraumtypen der FFH-Gebiete müssen in einem günstigen Erhaltungszustand bewahrt werden, bzw. bei Bedarf muss ein guter Erhaltungszustand wiederhergestellt werden.

Arten- Biotop und Klimaschutz im Vordergrund

„Bei der Gellener Torfmöörte sehen wir Verbesserungsbedarf, aber auch die Möglichkeit, den Erhaltungszustand aufzuwerten. Dank der guten Zusammenarbeit der Beteiligten können wir durch Maßnahmen zur Wiedervernässung das Hochmoor stabilisieren und weiterentwickeln. Das wirkt sich positiv auf die Artenvielfalt im Gebiet aus“, schildert Anna Wiersbinski vom Landkreis Wesermarsch die Situation. Tiere wie die Kreuzotter, der Moorfrosch, aber auch Kraniche sind hier immer wieder zu sehen. Für sie und weitere seltene und moortypische Tier- und Pflanzen wollen die Akteure den Lebensraum verbessern.

Ein weiterer Aspekt dieses Projekts ist der Klimaschutz. Während entwässerte Moore Kohlendioxid freisetzen, können nasse Moore langfristig Kohlenstoff speichern.

Wegesperrungen aufgrund der Arbeiten

Linea Kalinowski vom Forstamt Neuenburg der Niedersächsischen Landesforsten und Thomas Linß sowie weitere Mitarbeitende von der ÖSJA, die von der Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven getragen wird, begleiten das Projekt naturschutzfachlich und überwachen die Arbeiten. „Wir bewegen in den nächsten Wochen einiges an Material. Zum einen entfernen wir auf den alten Dämmen den Bewuchs, um Fahrtrassen zu schaffen. Zum anderen entnehmen wir Torf zum Verschließen eines Teils der Entwässerungsgräben. Mit dem Torf bauen wir außerdem Dämme, um das Wasser in der Fläche halten zu können. Und, wir setzen Spundwände an den Rändern des Gebietes in den Boden, ebenfalls für den Wasserrückhalt“, erklärt Kalinowski die Arbeiten.

Die Arbeiten führen die Naturschutzexperten mit Unterstützung erfahrener Bauunternehmen durch. Raupenbagger und Pistenbullies kommen dabei zum Einsatz. Aus Sicherheitsgründen sperren die Projektpartner die Wanderwege in der Gellener Torfmöörte und bitten Naturbesuchende zur Erholung bis auf weiteres auf andere Naturräume auszuweichen.

 

Bilder (Landesforsten/Schmidt, ein Bild Landkreis Wesermarsch/Wiersbinski) zum kostenlosen Download finden Sie hier.

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