Rettungswege im Wald freihalten – Landesforsten appellieren an Waldbesuchende rund um den Teutoburger Wald

 In Forstamt Ankum, Regionale Presseregion West

(Hilter am Teutoburger Wald) Die Niedersächsischen Landesforsten appellieren an Waldbesuchende rund um die Revierförsterei Nolle am Teutoburger Wald, Waldeinfahrten und Rettungswege freizuhalten. Besonders an sonnigen Wochenenden und Feiertagen komme es immer wieder zu Problemen durch parkende Fahrzeuge direkt an den Waldeingängen. Für die Forstleute hat das mittlerweile spürbare Auswirkungen auf Sicherheit, Rettung und Waldbewirtschaftung.

„Viele Menschen möchten möglichst direkt bis an den Wald fahren. Das Verständnis dafür ist da – aber wenn Zufahrten komplett zugeparkt werden, wird es kritisch“, erklärt Revierleiter Marius Grzesko von der Revierförsterei Nolle. „Im Ernstfall zählt im Wald jede Minute. Rettungsfahrzeuge, Feuerwehr oder auch schwere Forstmaschinen müssen jederzeit durchkommen.“

Besonders problematisch sei die Situation bei Einsätzen im Wald. Die Rettungskette im Forst basiert auf sogenannten Rettungspunkten, die Waldbesuchenden im Notfall als Orientierung für den Notruf dienen. Damit Rettungsdienste diese Punkte schnell erreichen können, müssen die Waldwege und Zufahrten frei bleiben. Das betreffe nicht nur die Mitarbeitenden der Landesforsten bei ihrer täglichen Arbeit mit Maschinen und Motorsägen, sondern ausdrücklich auch Spaziergänger, Radfahrende oder Familien im Wald.

Hinzu kommt die Verkehrssicherung entlang der Wege. Regelmäßig müssen Waldwege instandgesetzt und ausgebessert werden. Durch parkende Fahrzeuge an ungeeigneten Stellen werde die Unterhaltung der Wege zusätzlich erschwert. „Der Wegebau verursacht ohnehin hohe Kosten. Wenn Zufahrten blockiert sind oder Banketten kaputtgefahren werden, steigt der Aufwand weiter“, so Grzesko.

Gerade an warmen Frühlingstagen und in den Sommermonaten verzeichnen die Landesforsten rund um die Nolle besonders viele Besucherinnen und Besucher. Der Wald sei ein beliebter Ort für Erholung, Bewegung und Naturerlebnis. Damit das auch künftig möglich bleibe, brauche es gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis für die Abläufe im Wald.

„Wir freuen uns über alle Menschen, die unsere Wälder besuchen und hier ihre Freizeit verbringen“, sagt Marius Grzesko. „Mit etwas Rücksicht lässt sich vieles ganz einfach lösen. Wer ein paar Meter mehr zu Fuß geht und die Waldeinfahrten freihält, hilft dabei, dass Rettungsdienste, Feuerwehr und Forstfahrzeuge im Ernstfall ohne Zeitverlust durchkommen. Davon profitieren am Ende alle, die im Wald unterwegs sind.“

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