Alte Buchen in der Lieth zeigen Folgen der vergangenen Trockenjahre

 In Forstamt Rotenburg, Regionale Presseregion Nordost

Forstamt Rotenburg führt Verkehrssicherungsmaßnahmen entlang der Böhme durch

(Bad Fallingbostel) Die vergangenen trockenen und warmen Jahre zeigen noch heute ihre Folgen im Wald – und auch künftig ist mit weiteren Belastungen durch steigende Temperaturen und längere Trockenphasen zu rechnen. Im Forstort Lieth bei Bad Fallingbostel zeigen insbesondere ältere Buchen zunehmend Vitalitätsverluste. Entlang der Böhme mussten deshalb zuletzt erneut Verkehrssicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. Das Forstamt Rotenburg der Niedersächsischen Landesforsten kontrolliert den stark frequentierten Waldbereich regelmäßig und entfernt Bäume oder Äste, von denen eine konkrete Gefahr für Waldbesucher ausgehen kann.

Gerade alte Buchen reagieren empfindlich auf länger anhaltende Trockenheit. Die vergangenen Jahre mit wiederkehrenden ausgeprägten Trockenperioden haben die Bäume erheblich belastet. Die Auswirkungen werden teilweise erst mit Verzögerung sichtbar. Geschwächte Bäume können Kronenteile verlieren oder in ihrer Standfestigkeit beeinträchtigt werden. Auch wenn einzelne Jahre wieder ausreichend Niederschlag bringen, können die Folgen mehrjähriger Trockenperioden noch lange nachwirken.

„Wir beobachten in der Lieth, dass einige der alten Buchen zunehmend an Vitalität verlieren. Deshalb schauen wir uns den Bestand regelmäßig an und führen notwendige Verkehrssicherungsmaßnahmen durch“, erklärt Georg Bosselmann vom Forstamt Rotenburg. „Bei alten Bäumen lässt sich eine natürliche Entwicklung hin zum Absterben allerdings nicht vollständig verhindern. Unser Ziel ist es, dort einzugreifen, wo für Menschen eine konkrete Gefahr entsteht.“

Der Forstort Lieth ist bei Spaziergängern und anderen Erholungssuchenden sehr beliebt. Wie in allen Wäldern können auch dort Äste herabfallen oder Bäume umstürzen. Solche Gefahren gehören zu den sogenannten waldtypischen Gefahren. Das gilt insbesondere bei starkem Wind und nach Sturmereignissen. Das Forstamt bittet deshalb darum, die ausgewiesenen Wege zu nutzen und den Wald bei Sturm möglichst nicht zu betreten.

Die Entwicklung in der Lieth steht dabei beispielhaft für eine Veränderung, die in vielen älteren Waldbeständen zu beobachten ist. Der Klimawandel stellt Bäume zunehmend vor die Herausforderung, mit höheren Temperaturen und längeren Trockenphasen zurechtzukommen. Besonders ältere Bäume verfügen nach mehreren aufeinanderfolgenden Trockenjahren teilweise nicht mehr über ausreichende Reserven, um die Belastungen vollständig auszugleichen.

Für die Forstleute bedeutet das eine zunehmende Herausforderung bei der regelmäßigen Kontrolle und Bewirtschaftung der Wälder. Verkehrssicherung gehört deshalb zu den kontinuierlichen Aufgaben der Niedersächsischen Landesforsten. Gleichzeitig bleibt der Wald ein Naturraum, in dem natürliche Prozesse wie das Absterben alter Bäume und das Herabfallen einzelner Äste nie vollständig ausgeschlossen werden können.

Das Forstamt Rotenburg wird die Entwicklung der Bäume in der Lieth weiterhin aufmerksam beobachten und dort eingreifen, wo dies aus Gründen der Verkehrssicherheit erforderlich ist.

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