Generationenwechsel in der Försterei Syke der Niedersächsischen Landesforsten

 In Forstamt Ahlhorn, Regionale Presseregion West

Förster Leonhard Meis übernimmt die Geschicke in den Wäldern rund um Syke und Bassum

(Syke/Ahlhorn) Die Försterei Syke im Niedersächsischen Forstamt Ahlhorn hat ein neues Gesicht. Leonhard Meis tritt die Nachfolge des langjährigen Revierleiters Heinz-Dieter Tegtmeier an. Er freut sich darauf, die gut gepflegten Wälder zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Naturverbundener Hamburger

Geboren im urbanen Hamburg und geprägt durch das Pfadfindersein, merkt Leonhard Meis früh, was ihm gefällt und guttut: „Ich bin schon als Kind gern draußen und aktiv gewesen. Etwas mit den Händen zu schaffen, das stiftet Sinn und macht mir Spaß.“ Nach dem Abitur 2015 geht es für den Hobbybierbrauer aber erst einmal raus in die Welt auf Entdeckertour. Südostasien und Schottland sind Stationen seiner Reise.

Wieder in Deutschland angekommen prüft Meis über zahlreiche Praktika, welche berufliche Richtung zu ihm und seiner Leidenschaft passt, und so entscheidet er sich schließlich für ein Studium der Forstwissenschaften, das er 2017 an der Universität in Göttingen beginnt. „Auch hier habe ich mich ausprobiert. Ich wollte mir alle Wege offenhalten, ob eher die Revierleitung oder die Forstamtsleitung am Ende für mich etwas sind. Das forstliche Praktikum machte ich in Hamburg. Dabei bemerkte ich, wie wichtig mir die Gleichwertigkeit der Waldfunktionen ist, also der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion“, erzählt der 31-Jährige, der im November zum ersten Mal Vater wird.

Gelernt in den ANW-Wäldern

Leonhard Meis entscheidet sich für eine Karriere als künftiger Revierleiter. Den Anwärterdienst macht er 2021/2022 in Sachsen im Erzgebirge. Hier lernt er in einem Betrieb, der sich den Grundsätzen der Arbeitsgemeinschaft für Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) verschrieben hat. Ende 2022 bewirbt sich der junge Förster dann bei den Niedersächsischen Landesforsten und wird eingestellt. Als sogenannter Flexibler Revierleiter unterstützt er projektbezogen im Forstamt Grünenplan die Arbeit in der Fläche.

Nach gut dreieinhalb Jahren ergibt sich für Leonhard Meis die Gelegenheit, sich auf Reviere zu bewerben, die näher bei Hamburg liegen. Er möchte Familie und Beruf vereinbaren, aber auch eine eigene Försterei leiten können: „Mir ist eine gewisse Kontinuität bei der Arbeit wichtig. Ich möchte sehen, wie sich das, was ich im Wald gestalte, entwickelt. Ich möchte ausprobieren und experimentieren, aber immer im Rahmen unserer Leitlinie der Langfristigen Ökologischen Waldentwicklung.“

Gute Waldbestände zukunftsfähig weiterentwickeln

Es wird die Försterei Syke, die sich als ideal herausstellt. In erreichbarer Nähe zu Hamburg und urban genug für die berufliche Entwicklung der Lebenspartnerin. Außerdem mit einem Waldbestand, der gut gepflegt und vielseitig ist. „Ein Großteil der Waldbestände in der Försterei ist um die 50 Jahre alt. Überwiegend nach dem Orkan 1972 gepflanzt. Damals hat man schon auf unterschiedliche Baumarten gesetzt. Das zahlt sich heute aus. Von erntereifen Douglasien und Küstentannen, die jetzt mit Buche unterbaut werden können, bis hin zu Buchenbestände, die wir in die Mehrschichtigkeit bringen wollen, ist alles dabei. Unser besonderes Ziel ist es, die Palette an heimischen Baumarten stetig zu erweitern, um klimaresiliente, strukturreiche Wälder für die Zukunft zu formen“, schildert Leonhard Meis.

Ab jetzt werden Waldbesuchende in den Wäldern des Reviers Syke also Förster Leonhard Meis antreffen, der dort zusammen mit seiner vierbeinigen Kollegin Lotte, einer Schwarzwälder Bracke, unterwegs ist. Die Bürozeit legt der Förster auf mittwochs von 15.00 bis 17.30 Uhr. Brennholzanfragen richten Interessierte bitte per Mail an leonhard.meis@nfa-ahlhorn.niedersachsen.de unter Angabe von Holzmengenwunsch, Nachweis eines Motorsägenscheins und Kontaktdaten.

Forstamtsleiter Stefan Grußdorf und das gesamte Team wünschen Leonhard Meis alles Gute und Erfolg für sein Wirken in der Försterei Syke.

 

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