Baumfällarbeiten entlang Stromtrasse im Naturwald der Landesforsten
Nach Schäden an der Leitung durch umgestürzte Bäume an der Odertalsperre
(Bad Lauterberg) Im Naturwald Oderhang beginnen nächste Woche Baumfällarbeiten. Die Waldflächen der Niedersächsischen Landesforsten liegen oberhalb der Odertalsperre und sind von einer Stromleitung durchzogen. Nach zwei Schäden an der Stromtrasse durch umgestürzte Bäume am 23. und 29. Juni soll die Stromleitung besser abgesichert werden. Ziel der Forstarbeiten ist es, einzelne Bäume zu entnehmen, die aufgrund ihrer Nähe zur Leitung oder ihrer Standsicherheit die Stromtrasse gefährden könnten. Der Netzbetreiber HarzEnergie hat ein örtliches Forstunternehmen mit den Sicherungsarbeiten beauftragt. Das Forstamt Lauterberg weist auf die Sperrung des betroffenen Waldgebietes hin. „Der örtliche Harzklub-Zweigverein Bad Lauterberg ist benachrichtigt. Schilder weisen Waldbesucher auf gesperrte Wanderwege nahe der Odertalsperre hin. Der abgesicherte Arbeitsbereich darf nicht betreten werden“, teilt Marcus Thieme mit. Der Förster leitet das Revier Wiesenbeek und betreut den Naturwald Oderhang.
Gefällte Bäume bleiben im Naturwald liegen
Anders als im Wirtschaftswald findet im Naturwald keine Bewirtschaftung statt. „Diesen und alle weiteren Naturwälder überlassen wir sich selbst. Wir ernten im Oderhang und anderen Naturwäldern kein Holz, sondern schützen die natürlichen Abläufe und erforschen die Waldveränderungen“, beschreibt Revierleiter Thieme die Besonderheit seines Schutzwaldes und ergänzt: „Das bei der Fällung anfallende Holz bleibt vor Ort im Naturwald liegen und dient als Totholz und Biomasse.“ Der Revierförster plant für die Baustelle an der Talsperre rund zwei Wochen ein. Im Spätherbst 2026 seien Folgearbeiten in einem angrenzenden Waldstück erforderlich, kündigt Marcus Thieme frühzeitig an.
