Ein Berufsleben lang den Wald als verbindendes Element genutzt
Heinz-Dieter Tegtmeier geht in den Ruhestand
(Syke/Ahlhorn) Heinz-Dieter Tegtmeiers berufliche Spuren finden sich nicht nur in den Wäldern der Niedersächsischen Landesforsten rund um Syke und Bassum herum. Die stadtnahen Wälder, Betreuungsforsten und seine Leidenschaft für Waldbau, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit haben ihn immer wieder mit den Menschen vor Ort in Verbindung gebracht. Jetzt geht der beliebte Förster in den Ruhestand.
Forstlicher Werdegang
Geboren und aufgewachsen in Leese bei Nienburg steht für Heinz-Dieter Tegtmeier früh fest, dass er Förster werden will. Nach der Realschulzeit geht der damals 16-Jährige 1976 auf die Fachoberschule Forst in Ebsdorf in der Lüneburger Heide. Es folgt das Studium der Forstwirtschaft an der Fachhochschule in Göttingen und im Anschluss 1981 der Wehrdienst. Nach dem Vorbereitungsdienst übernimmt die damalige Niedersächsische Landesforstverwaltung Heinz-Dieter Tegtmeier 1983 in den Forstdienst.
„In meinem Berufsleben habe ich zahlreiche Stationen durchlaufen. Angefangen im damaligen Forstamt Stadtoldendorf am Solling, ging es 1986 in das damalige Forstamt Erdmannshausen, wo ich fünf Jahre lang das Jugendwaldheim Hahnhorst leiten durfte. 1991 wurde mir die Leitung der Revierförsterei Westermark übertragen. Nach zahlreichen Forstamtsauflösungen und Revierzusammenlegungen habe ich zuletzt die Wälder um Syke und Bassum herum betreut, neben einem Teil Betreuungsforsten“, schildert Tegtmeier.
Artenreiche und stabile Wälder gestalten
Wichtig ist Heinz-Dieter Tegtmeier bei seiner Arbeit stets die Umsetzung der LÖWE-Grundsätze. LÖWE steht für Langfristige, ökologische Waldentwicklung: „Im Revier Syke gibt es viele Anpflanzungen aus der Zeit nach dem Orkan Quimburga 1972. Diese habe ich intensiv im Rahmen unseres Leitbildes entwickelt. Außerdem war mir die natürliche Waldverjüngung immer sehr wichtig und die Entwicklung von Mischwäldern. Durch das Einbringen zum Beispiel von Ulmen und Linden habe ich versucht die Biodiversität der Wälder zu erhöhen.“
‚Bewahren statt Nutzen‘ ist ein Leitspruch des Försters, der für ihn vor allem für eine verantwortungsvolle und langfristig ausgerichtete Waldbewirtschaftung steht. Bei seinen Entscheidungen berücksichtigt Tegtmeier die unterschiedlichen Funktionen des Waldes und setzt dabei auf eine ausgewogene Verbindung von Waldentwicklung, Naturschutz und nachhaltiger Holznutzung. Er entwickelt vorrats- und ertragsreiche Waldbestände, erhält alte Buchen auf historisch alten Waldstandorten und bewahrt Reste alter Kiefernbestände in seinem Revier. Gleichzeitig werden jährlich rund 10.000 Kubikmeter Holz nachhaltig genutzt. Auch einen regional bedeutsamen Brennholzmarkt hat Tegtmeier etabliert. „Ich habe mein ganzes Berufsleben lang den Wald immer beobachtet und von ihm gelernt. Diese Leidenschaft wollte ich gern mit anderen Menschen teilen. Deswegen habe ich Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit stets als einen bedeutsamen Teil meiner Arbeit verstanden“, beschreibt der 66-Jährige. Zahlreiche Kooperationen mit Schulen, dem Kreismuseum Syke, dem Regionalen Umweltbildungszentrum, den örtlichen Naturschutzverbänden und vielen mehr zeugen davon.
Wald als verbindendes Element
Wald ist für Heinz-Dieter Tegtmeier auch ein Ort der Bewegung und Begegnung. Und so gestaltet er ihn als Erholungsraum, als grüne Lunge für stressgeplagte Großstädter, als Aktivraum für sportliche Menschen und als Ort für Walderlebnis und Kultur mit der Wolfsschlucht, Waldspielplätzen und den Waldwegezeichen.
Als Vermittler für den Wald hat sich der Förster auch stets am kommunalen Geschehen beteiligt. „Vier Waldkindergärten gibt es mittlerweile im Revier. Ich habe mich in die Förderung des örtlichen Tourismus und der Regionalentwicklung eingebracht, war Ausschussmitglied beim Wasser- und Bodenverband oder auch beratend und bei Projektumsetzungen mit den Umweltbeauftragten und Stadtbiologen der örtlichen Gemeinden zugegen“, resümiert Tegtmeier, für den Bürgernähe einen besonderen Stellenwert hat.
Und so lässt sich vermuten, dass Heinz-Dieter Tegtmeier dem Wald auch in seinem Ruhestand auf die ein oder andere Weise verbunden bleibt. Für diese Zeit wünschen ihm Stefan Grußdorf, Leiter des Forstamtes Ahlhorn und das gesamte Team alles Gute und stets Gesundheit.
Für die Presse bieten wir zu aktuellen Ereignissen und Meldungen Bilder und Texte zum Download an. Die zum Download angebotenen Fotos dürfen nur gemeinsam mit der Pressemitteilung oder dem Thema veröffentlicht werden, mit dem sie in Verbindung stehen und müssen mit einem ungekürzten Urheberrechtsnachweis versehen sein, wie er jeweils an den Abbildungen angegeben ist.

