Wunscharbeitsplatz Wald
Niedersächsisches Forstamt Neuenburg begrüßt neue Auszubildende
(Neuenburg/Oldenburg/Esens) Keno Lühken und Liam Schmidt verbindet die Liebe zur Natur und die Freude am Arbeiten im Freien. Jetzt haben beide ihre ersten Wochen ihrer Ausbildung im Forstamt Neuenburg der Niedersächsischen Landesforsten hinter sich und sind begeistert.
Keno Lühken: Wald war früh von Interesse
Keno Lühken aus Oldenburg wurde über seinen Vater, der Baumpfleger ist, schon früh geprägt: „Die Arbeit meines Vaters, der Umgang mit der Motorsäge, aber auch Bäume und der Wald haben mich schon als Kind interessiert. Außerdem war ich oft bei Freunden in der Eifel, die sehr waldreich ist. Das hat mich fasziniert.“
Ab der achten Klasse weiß der 17-Jährige, dass er Forstwirt werden möchte, so wie sein Großcousin in Nordrhein-Westfalen. Das Schulpraktikum macht er noch in der Baumpflege. Seine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz geht aber beim Forstamt Neuenburg ein, das ihn nach einem Auswahlverfahren einstellt. Am meisten freut sich der junge Auszubildende, der in seiner Freizeit gern an Mofas schraubt, auf die Starkholzernte.
Liam Schmidt: Praktische Arbeit schon früh kennengelernt
Liam Schmidt aus Stedesdorf bei Esens hat schon während der Schulzeit auf dem Familienhof seines Onkels mitgearbeitet. Angefangen beim Kälber füttern, über das Treckerfahren in der Erntezeit bis zum Brennholzmachen im Wald. „Das Arbeiten im Wald hat mir viel Spaß gemacht und so kam ich auf die Idee, eine Forstwirtausbildung zu machen“, schildert der 16-Jährige.
Das Schulpraktikum absolviert er im Forstamt Neuenburg und ist begeistert von der abwechslungsreichen Arbeit im Wald, aber auch von der Arbeit mit den Maschinen. Der leidenschaftliche Angler und Feuerwehrmann bewirbt sich beim Forstamt Neuenburg und erhält den Zuschlag. Auch er freut sich besonders auf die Starkholzernte.
Forstwirtinnen und Forstwirte sind auch Sprachrohr des Waldes
Unter der Anleitung ihres Ausbildungsmeisters Fynn-Ole Lucas lernen die beiden nun nicht nur die Arbeiten im Wald: „Die Zeiten ändern sich, ebenso die Ansprüche an den Wald. Deswegen müssen zukünftige Forstwirte und Forstwirtinnen nicht nur ihren Beruf beherrschen, sondern auch die Bedeutung ihrer Arbeit verstehen und vermitteln können. Wald hat mit seiner Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion wichtige Aufgaben für uns Menschen. Diese zu bewahren und zu fördern ist die Aufgabe der Forstwirtschaft.“
Für 2027 bieten die Niedersächsischen Landesforsten wieder 32 Ausbildungsplätze für den Forstwirtberuf an. Bewerbungen müssen bis zum 12. Oktober 2026 vorliegen. Voraussichtlich Ende November finden dann die eintägigen Auswahlverfahren statt.
Hintergrund
In der dreijährigen Ausbildung zum Forstwirt werden die jungen Leute im Forstbetrieb theoretisch und praktisch in die Arbeit eines Forstwirts/einer Forstwirtin, vom Pflanzen und Schützen junger Bäume bis hin zur Holzernte eingewiesen. Der Beruf erfordert nicht nur Kenntnisse über den Aufbau des Waldes und der darin vorkommenden Arten, sondern ebenso über den Betrieb und die Unterhaltung von Forstmaschinen, wie der Motorsäge und weiterer Maschinen und Geräte. Besonderes Augenmerk wird auf Sicherheit und gesundheitsschonende Arbeitsverfahren gelegt.
Die Praxis wird ergänzt durch jährlich zehn Wochen überbetriebliche Ausbildung und Berufsschule am Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum bei Seesen am Harz. Dort wird auch die Ausbildung an Forstgeräten und Maschinen vertieft. So gehören die Arbeit mit dem Forstschlepper und erste Ausbildungsschritte an krangeführten Holzerntemaschinen mit zum Programm. Regelmäßig fahren Auszubildende im Rahmen des europäischen Leonardo-Austauschprogramms zum Beispiel nach Skandinavien. Bei guten Voraussetzungen kann man eine sechsmonatige Ausbildung zum Forstmaschinenführer in die Ausbildung integrieren.
In den 14 Ausbildungsrevieren der Niedersächsischen Landesforsten werden jährlich 32 Auszubildende für den Forstwirt-Beruf eingestellt. Im Nordwesten gibt es gut ausgestattete Ausbildungsreviere mit abwechslungsreichen Wäldern im Forstamt Ankum, im Forstamt Neuenburg und im Forstamt Nienburg.
Die Berufsaussichten bei den Landesforsten sind gut. Beliebte Weiterbildungsmöglichkeiten sind die Fortbildung zum Forstmaschinenführer oder zum Forstwirtschaftsmeister. Darüber hinaus kann man sich in der Baumpflege und im Baumklettern beruflich weiterentwickeln. Auch als praktische Grundlage für ein anschließendes Forststudium wird die Forstwirt-Ausbildung genutzt.
Die Landesforsten selbst bieten jährlich ein umfangreiches Seminarprogramm zur laufenden Fortbildung für alle Mitarbeiter an.
Weitere Informationen unter Forstwirtinnen und Forstwirte – Niedersächsische Landesforsten.
Bilder (Landesforsten/Schmidt) zum kostenlosen Download finden Sie hier.
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