Wunscharbeitsplatz Wald

 In Forstamt Ankum, Regionale Presseregion West

Niedersächsisches Forstamt Ankum begrüßt neue Auszubildende

(Ankum/Bramsche/Borgholzhausen) Felix Diersing und Ole Berge verbindet die Liebe zur Natur und die Freude am Arbeiten im Freien. Jetzt haben beide ihre ersten Wochen ihrer Ausbildung beim Forstamt Ankum der Niedersächsischen Landesforsten hinter sich und sind begeistert.

Felix Diersing: Vom Tischler zum Forstwirt

Felix Diersing aus Hesepe bei Bramsche kommt 2023 bei einer Gewerbeschau erstmals mit dem Forstberuf in Kontakt. Er besucht zu dieser Zeit auf das Gymnasium in Bramsche. Sein Vater ist Gärtner. Von ihm hat er die Leidenschaft für die Arbeit draußen übernommen. „Forstwirt zu werden, konnte ich mir gut vorstellen. Leider verpasste ich nach dem Abitur die Bewerbungsfrist für die Forstwirtausbildung und machte stattdessen eine Ausbildung zum Tischler. So konnte ich dem Werkstoff Holz treu bleiben“ schildert der 23-Jährige.

Nun hat es mit der Bewerbung geklappt. Felix Diersing durchläuft das Auswahlverfahren erfolgreich und erhält einen Ausbildungsplatz im Forstamt Ankum. Am meisten freut sich der ehrenamtliche Feuerwehrmann und Radfußballspieler auf das Fällen, aber auch auf das Pflanzen von Bäumen.

Ole Berge hilft schon früh mit im Wald

Ole Berge aus Borgholzhausen kommt quasi aus einer Forstwirtfamilie. Sein Onkel und sein Opa sind selbständig bzw. angestellt im Wald tätig. Bei seinem Onkel hilft er schon früh mit, und mit 16 Jahren macht er seinen Motorsägenführerschein. „Das Arbeiten im Wald macht mir Spaß. Für mich war früh klar, dass ich nach der Schule eine Ausbildung im Wald machen möchte“, erzählt der 18-Jährige.

Dem angehenden Forstwirt ist sein Freundeskreis wichtig. Gemeinsam schrauben sie an Fahrzeugen und gestalten zum Beispiel einen LKW-Auflieger zum Partyraum um. Besonders gespannt ist Ole Berge auf die Arbeiten mit Maschinen: Holzernte mit der Motorsäge und Kulturpflege mit dem Freischneidegerät.

Ausbildungsmeister Marek Hapke ist Arbeitsschutz wichtig

Unter der Anleitung ihres Ausbildungsmeisters Marek Hapke lernen die beiden alles, was sie für ihr zukünftiges Berufsleben wissen müssen: „Ab September beginnen wir die Arbeit mit der Motorsäge. Zunächst im dünnen Holz mit der Stammzahlreduktion in junger Fichte. Danach steigern wir uns. Gute Fachkenntnisse, ein sicherer Umgang mit der Technik und Übung sind wesentlich für ein effektives und sicheres Arbeiten in der Holzernte. Arbeitsschutz steht immer im Vordergrund.“

Für 2027 bieten die Niedersächsischen Landesforsten wieder 32 Ausbildungsplätze für den Forstwirtberuf an. Bewerbungen müssen bis zum 12. Oktober 2026 vorliegen. Voraussichtlich Ende November finden dann die eintägigen Auswahlverfahren statt.

 

 Hintergrund

In der dreijährigen Ausbildung zum Forstwirt werden die jungen Leute im Forstbetrieb theoretisch und praktisch in die Arbeit eines Forstwirts/einer Forstwirtin, vom Pflanzen und Schützen junger Bäume bis hin zur Holzernte eingewiesen. Der Beruf erfordert nicht nur Kenntnisse über den Aufbau des Waldes und der darin vorkommenden Arten, sondern ebenso über den Betrieb und die Unterhaltung von Forstgeräte, wie der Motorsäge. Besonderes Augenmerk wird auf Sicherheit und gesundheitsschonende Arbeitsverfahren gelegt.

Die Praxis wird ergänzt durch jährlich zehn Wochen überbetriebliche Ausbildung und Berufsschule am Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum bei Seesen am Harz. Dort wird auch die Ausbildung an Forstgeräten und Maschinen vertieft. So gehören die Arbeit mit dem Forstschlepper und erste Ausbildungsschritte an krangeführten Holzerntemaschinen mit zum Programm. Regelmäßig fahren Auszubildende im Rahmen des europäischen Leonardo-Austauschprogramms zum Beispiel nach Skandinavien. Bei guten Voraussetzungen kann man eine sechsmonatige Ausbildung zum Forstmaschinenführer in die Ausbildung integrieren.

In den 14 Ausbildungsrevieren der Niedersächsischen Landesforsten werden jährlich 32 Auszubildende für den Forstwirt-Beruf eingestellt. Im Nordwesten gibt es gut ausgestattete Ausbildungsreviere mit abwechslungsreichen Wäldern im Forstamt Ankum, im Forstamt Neuenburg und im Forstamt Nienburg.

Die Berufsaussichten bei den Landesforsten sind gut.  Forstwirtinnen und Forstwirte arbeiten teilautonom in Gruppen im Wald. Weiterbildungsmöglichkeiten sind die Fortbildung zum Forstmaschinenführer oder zum Forstwirtschaftsmeister.

Die Landesforsten selbst bieten jährlich ein umfangreiches Seminarprogramm zur laufenden Fortbildung für alle Mitarbeiter an.

Weitere Informationen unter Forstwirtinnen und Forstwirte – Niedersächsische Landesforsten.

 

Bilder (Landesforsten/Schmidt) zum kostenlosen Download finden Sie hier.

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