„Spur der Steine“ erneut als „Premium-Spazierwanderweg“ ausgezeichnet
Herzensprojekt der Förster von Wolfshagen
Der Themenweg „Spur der Steine“ ist zum dritten Mal in Folge als „Premium-Spazierwanderweg“ klassifiziert worden. Das Deutsche Wanderinstitut berücksichtigt dabei die Länge, Ausstattung und Lage des Wanderweges rund um den Steinbruch bei Wolfshagen im Harz.
Sehr informativ und abwechslungsreich führt der Rundweg auf rund vier Kilometern durch den Wald um den ehemaligen und renaturierten Diabas-Steinbruch. Er bietet Aussichten auf einen Uhu-Brutfelsen und in die Weite des Geländes, erläutert zudem aber auch die damaligen Gegebenheiten des Gesteinsabbaus.
Der Wolfshagener Forstpensionär Willi Grope und sein Nachfolger, Revierförster Rainer Hoffmeister, haben in langjähriger Arbeit ihr Herzensprojekt entwickelt und als touristisches Highlight weit über den Harz hinaus bekannt gemacht. Das Forstamt Seesen und der Harzklub Zweigverein Wolfshagen haben den Weg mit einigen Thementafeln versehen. Gestaltete Skulpturen aus Diabas-Gestein sowie neue Ruhebänke an wunderschönen Ausblicken geben dem Spazierweg eine ganz eigene Note. Auch Informationen über die Geschichte des ehemaligen Steinbruchs zum renaturierten Großbiotop kommen nicht zu kurz. Besucher können erahnen, wie aus einer ehemaligen Abbauhalde ein einzigartiger Lebensraum aus Menschenhand geworden ist.
Der Premium-Spazierwanderweg „Spur der Steine“ ist bislang der einzige in ganz Niedersachsen.
Heiraten und Harzer Wanderstempel sammeln
Eine weitere und nicht alltägliche Attraktion ist die standesamtliche Trauung in freier Natur an der Fosseckenhütte, direkt am Ausblick in den ehemaligen, renaturierten Steinbruch. Anfang September 2022 wurde dort vom Standesamt der Stadt Langelsheim die erste Trauung an dieser Stelle vorgenommen. Seitdem sind dort 20 Paare getraut worden.
Seit einigen Jahren hat viele das Wanderfieber gepackt und es werden eifrig Stempel der Harzer Wandernadel mit insgesamt 222 Stempelstellen im gesamten Harz gesammelt.
So auch auf dem Rundwanderweg „Spur der Steine“, wo sich die Stempelstelle Nr. 109 direkt an der Fosseckenhütte befindet.
Das Steinbruchinnere bleibt auch weiterhin nicht-öffentlich. Darauf weist Revierförster Rainer Hoffmeister hin. Aktuell endet hier fristgemäß das EU-live Projekt zur Sicherung eines bedeutenden Geburtshelferkröten-Vorkommens. Dort gab es wesentlichen fachlichen Input von Seiten des NABU-Landesverbandes.
„Das jetzt erreichte Ziel der jahreslangen Zusammenarbeit zwischen NABU und den Landesforsten war, das vorhandene Großbiotop aufzuwerten und die Populationen der gefährdeten Krötenart zu stabilisieren“, fasst Hoffmeister den Schutzzweck zusammen.
Insgesamt ist der wesentliche Teil des Steinbruch-Erfolgsrezeptes eine koordinierte Zusammenarbeit von Landesforsten, Harzklub-Zweigverein und der Wolfshäger Touristinfo sowie die Verflechtung von Erholung und hochrangigem Naturschutz am selben Ort. Alle Beteiligten freuen sich über die Erfolgsgeschichte der „Spur der Steine“ und die Urkunde des Deutschen Wanderinstitutes, Marburg und auf weitere zahlreiche Wanderer.
Das Gruppenfoto der Beteiligten mit den Namen, von links:
Ingo Henze, Bürgermeister der Stadt Langelsheim Dr. Siegfried Klingebiel, Mitinitiator von „Spur der Steine“ Helgrit Korsch, Tourist-Info Wolfshagen im Harz Rainer Hoffmeister, Revierförster/Forstamt Seesen Jörg Klingebiel, 1. Vorsitzender Harzklub-Zweigverein Wolfshagen im Harz Tobias Krumbholz Siegfried Wieler, NLWKN Fledermaus-Regionalbetreuer für den Landkreis Goslar Burkhard Pahl, Ortsbürgermeister von Wolfshagen im Harz

