Harzklub erhält Aussichtsturm auf dem Schalke-Berg

 In Forstamt Clausthal, Harz, Regionale Presseregion Süd

Schutzhütte, Stempelstelle und Bergwiesenbiotop werten das Wanderziel im Forstamt Clausthal auf

(Clausthal-Zellerfeld) Ein beliebtes Wanderziel im Oberharz ist wieder komplett. Der 762 Meter hohe Schalke-Berg bei Schulenberg hat seinen Aussichtsturm zurück. Damit ist die markante Erhebung im Westharz nicht nur um 10,5 Meter gewachsen. Der Stahlgitterturm von 1892 bietet einen Fernblick auf den Brocken und zu seinen Füßen laden die Pötzschner-Schutzhütte mit Infotafel, die Stempelstelle 125 sowie eine neu angelegte Bergwiese zur Rast in luftiger Höhe ein.

Der Harzklub-Zweigverein Clausthal-Zellerfeld hat den Erhalt seines Schalketurms jahrzehntelang gesichert und die Restauration in den vergangenen zwei Jahren maßgeblich vorangetrieben. Die 3,5 Tonnen schwere Stahlkonstruktion ist sicherheitstechnisch aufgerüstet, neu gestrichen, und die Treppenstufen zur Aussichtsplattform zieren Sponsorenschilder. Dort sind private Unterstützer, Fördergeldgeber und Institutionen genannt, die das Gemeinschaftsprojekt ermöglicht haben. Bei der feierlichen Eröffnung am 11. Juli und vor der erstmaligen Wiederbesteigung würdigte Annett Drache den personellen und finanziellen Kraftakt in Zeiten knapper Kassen.

Annett Drache: LEADER-Antrag war eine harte Nuss und knifflige Aufgabe

Die Geschäftsführerin des Harzklub-Hauptvereins zählte auf, wer an der Aufgabe beteiligt war: „Mit umfangreicher Unterstützung der LEADER-Region Westharz, der Niedersächsischen Landesforsten sowie der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, der Pötzschner-Stiftung und vielen Privatspenden ist die Zukunft des Turmes gesichert. Der Antrag auf EU-Förderung über die LEADER-Region Westharz war eine harte Nuss und knifflige Aufgabe“, betonte Annett Drache. Neben der LEADER-Förderung in Höhe von 45.000,- Euro und entsprechender Kofinanzierung waren zusätzlich 20.000,- Euro an Spenden notwendig, um alle Maßnahmen zu finanzieren.

Nicht nur den Stahlgitterturm galt es zu erhalten. Auch die umliegende Landschaft sollte von Anfang an mit aufgewertet werden. Das Forstamt Clausthal will die spärlich bewachsene Bergkuppe in eine artenreiche Bergwiese entwickeln. Der frühere Naturschutzförster Jörg Sonnabend von den Landesforsten ließ die Wiese von jungen Fichten befreien, striegeln und Bergwiesensaatgut ausbringen. Die Biotopvielfalt dient dem Artenschutz und vernetzt die Landschaft – ein Aspekt, der für die LEADER-Förderung Voraussetzung war. Außerdem steigert der Bergwiesenbiotop den Erlebniswert für Wanderer, die die Bergkuppe besuchen. Eine neue Infotafel erläutert die Geschichte der Schalke mit seinen militärischen Anlagen und Horchposten aus dem Kalten Krieg. Auch die Standortwechsel des historischen Stahlgitter-Turms werden erläutert. Auf der Rückseite erhalten Besucher Auskunft über die Artenvielfalt und die ökologischen Bedeutung der Bergwiese.

Besonderen Dank richtete Annett Drache an den Harzklub-Zweigverein Clausthal-Zellerfeld. Die ehemaligen Vorsitzenden Dieter Helsch und Axel Pfannkuche haben dafür gesorgt, dass es den Turm noch heute gibt. Unter Vorsitz von Wolfram Haeseler hat das Team des Zweigvereins gemeinsam mit der Stahl-Projektbau Wentz GmbH das großartige Projekt jetzt zum Abschluss gebracht.

Wolfram Haeseler machte deutlich, dass ohne die Harzklub-Geschäftsstelle weder der Förderantrag noch das Zusammenwirken zahlreicher Akteure zustande gekommen wäre.

Statt in einen Dornröschenschlaf zu fallen strahlt er heute wieder als ‚Leuchtturm‘ auf der Schalke.

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Bildquelle: Landesforsten

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