Forstamt Reinhausen mit neuem Team im Bovender Plesswald
Roland Steffens leitet die Försterei Reyershausen – Personalwechsel im FriedWald Burg Plesse
(Reinhausen / Bovenden) Die Niedersächsischen Landesforsten haben die Försterei Reyershausen im Forstamt Reinhausen neu besetzt. Roland Steffens übernahm am 1. Januar 2026 die Aufgabe als Revierleiter. Zuletzt war Mathias Stahl für die Landeswälder zwischen Plesse und Hünstollen verantwortlich. Steffens ist seit 2001 in den Niedersächsische Landesforsten beschäftigt. Dort war er bisher vor allem im Bereich Waldnaturschutz tätig, leitete aber auch für einige Zeit ein Betreuungsrevier. Er lebt seit 25 Jahren zu Füßen der Burg Plesse und damit mitten in seinem neuen Revier. Neben dem Bielstein bei Angerstein betreut er große Teile des Plesswaldes, einem Laubwaldgebiet, das sich von Weende bis nach Ebergötzen erstreckt. Zum Revier gehört eine Ausbildungsstätte für den Forstwirt-Beruf, außerdem wird es intensiv von den forstlichen Hochschulen in Göttingen für Forschung und Lehre genutzt.
Ebenfalls neu beim Forstamt Reinhausen und im Revier Reyershausen ist Susanne Hofstetter, die im FriedWald Burg Plesse arbeitet. Sie ist im Wechsel mit ihrem Kollegen Emil Kratzat verantwortlich für Baumauswahlen und Beisetzungen. Bei regelmäßigen Waldführungen geben sie Interessierten zudem die Möglichkeit, sich über den FriedWald und die verschiedenen Beisetzungsmöglichkeiten zu informieren. „Die Arbeit mit Menschen in der Natur motiviert mich. Der Wald bietet mir die Ruhe für vielseitige Gespräche rund um das Thema Vorsorge und Begleitung bei Beisetzungen im FriedWald“, beschreibt Susanne Hofstetter ihre Aufgabe als FriedWald-Betreuerin bei den Niedersächsischen Landesforsten.
Seltener Eibenwald, europäisches Naturschutzgebiet sowie Lehr- und Erholungsrevier
Die Niedersächsischen Landesforsten bewirtschaften die abwechslungsreichen Waldbestände im Forstamt Reinhausen vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Ansprüchen an den Wald. Beispielsweise wachsen hier einige der qualitativ hochwertigsten Buchen Südniedersachsens. Diese sind besonders im Sommer – im wahrsten Sinne des Wortes – in aller Munde. Denn ein Teil des geernteten Holzes wird regelmäßig zu Eisstielen verarbeitet, wofür nur Buchenholz mit besonderen Eigenschaften in Frage kommt.
Zudem liegen große Revierteile im europäischen Schutzgebiet „FFH 138 Göttinger Wald“. „Die Bewirtschaftung des Schutzgebiets verlangt von uns Forstleuten eine besondere Berücksichtigung von bestimmten Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräumen“, erklärt Förster Steffens. Eine detaillierte naturschutzfachliche Managementplanung stellt sicher, dass sich der Zustand der dort geschützten Arten und Lebensräume nicht verschlechtert. Auch für ein großes Vorkommen der seltenen Eiben trage er die Verantwortung: der Bovender Eibenwald sei schließlich weit über Niedersachsen hinaus bekannt, weiß Steffens über den ungewöhnlichen Wald.
Darüber hinaus ist der Plesswald auch ein beliebtes Naherholungsgebiet. Sowohl die Burg Plesse als markanter Aussichtspunkt, als auch der benachbarte FriedWald Burg Plesse sind ein Besuchermagnet und Ausgangspunkt für Ausflüge in den Plesswald. Träger des Friedhofs im Wald ist die Gemeinde Bovenden. Das Unternehmen FriedWald ist Konzept- und Namensgeber, der sich um Kundenservice, Verwaltung und Vermarktung kümmert.
Foto zum Download:
https://nlf.pixxio.media/share/1773400179dEQnAfyGvvt0VD

