Gemeinsam für den Wald der Zukunft: Pflanzaktion bei Barendorf

 In Forstamt Sellhorn, Regionale Presseregion Nordost

Verein „Wohnmobil für Klimaschutz e. V.“ unterstützt Niedersächsische Landesforsten mit tatkräftigem Einsatz

(Lüneburg/Barendorf) Mit Spaten, Handschuhen und viel Motivation haben rund 25 Mitglieder des Vereins „Wohnmobil für Klimaschutz e. V.“ gemeinsam mit den Niedersächsischen Landesforsten eine Pflanzaktion in der Revierförsterei Barendorf umgesetzt. Im Forstort Birken, östlich angrenzend an Barendorf, setzten die Teilnehmenden junge Buchen in einen bestehenden Fichtenbestand – ein praktischer Beitrag zum Waldumbau und zum klimastabilen Wald der Zukunft.

Als Teil eines Spendenprojekts des Vereins wurden im Rahmen eines Sponsorings gemeinsam mit den Niedersächsischen Landesforsten 800 Bäume gepflanzt.

„Unsere Mitglieder möchten nicht nur über Klimaschutz sprechen, sondern ganz konkret etwas tun“, sagte Vereinsvertreter Albert Märkl. „Dass wir hier gemeinsam mit den Försterinnen und Förstern selbst Bäume pflanzen konnten, war für viele ein besonderes Erlebnis. Der Waldumbau wird dadurch greifbar – und man sieht direkt, wofür der eigene Beitrag eingesetzt wird.“

Die Teilnehmenden waren aus dem gesamten Bundesgebiet angereist, einige nahmen dafür weite Wege auf sich. Die längste Anreise kam aus dem Raum Stuttgart.

Der Pflanzort liegt in einem Fichtenbestand, der in den vergangenen Jahren durch Sturmereignisse und Borkenkäferbefall bereits teilweise geschädigt wurde. In den dadurch entstandenen Lichtbereichen verjüngt sich die Fichte derzeit sehr stark von selbst. Durch das gezielte Einbringen von Buche soll diese Entwicklung langfristig ausgeglichen werden.

„Die Buche ist schattenertragend und kann sich auch unter dem bestehenden Bestand gut entwickeln“, erklärte Holger Kapell, Revierleiter der Försterei Barendorf. „Mit der Pflanzung bringen wir eine weitere Baumart in die Fläche ein und schaffen damit die Grundlage für einen stabileren und vielfältigeren Wald.“

Während der Pflanzaktion erläuterte der Förster den Gästen die waldbaulichen Ziele der Maßnahme. Dabei ging es unter anderem um den schrittweisen Umbau von anfälligen Fichtenbeständen hin zu gemischten, klimaangepassten Wäldern. Auch die in der Region übliche Pflanztechnik mit dem Hohlspaten konnten die Teilnehmenden direkt ausprobieren.

„Die große Motivation der Gruppe hat uns sehr beeindruckt“, sagte Kapell weiter. „Solche Aktionen zeigen, wie groß das Interesse vieler Menschen ist, aktiv etwas für den Wald zu tun. Gleichzeitig ist es eine gute Gelegenheit, unsere Arbeit im Wald zu erklären und Verständnis für die langfristige Waldentwicklung zu schaffen.“

Neben der praktischen Arbeit blieb auch Zeit für Austausch und Gespräche im Wald. Für viele Teilnehmende war es der erste direkte Einblick in die Arbeit der Försterinnen und Förster – und in die Herausforderungen, vor denen die Wälder aktuell stehen.

Bilder (Kapell/NLF) zum kostenlosen Download finden Sie hier.

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