Revierförsterei Sorsum: Revierleiterwechsel im Wald vor den Toren Hildesheims

 In Forstamt Liebenburg, Regionale Presseregion Mitte

(Sorsum) Das Revier Sorsum des Forstamtes Liebenburg der Niedersächsischen Landesforsten zählt zu den abwechslungsreichsten Waldgebieten der Region Hildesheim. Besonders die vielfältigen Mischwälder und die große Bedeutung als Naherholungsgebiet prägen den stadtnahen Wald. Zum 01. Juni 2026 fand dort ein Revierleiterwechsel statt: Michael Eikemeier verabschiedete sich nach jahrzehntelangem Engagement in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Christoph Wirth.

Ein besonders vielfältiger Wald

„Am meisten Spaß hat mir in Sorsum immer die Vielfalt gemacht – sowohl die des Waldes an sich als auch die der Aufgaben“, sagt Michael Eikemeier rückblickend. Denn der Wald dort zeichnet sich durch unterschiedlichste Böden und zahlreiche Baumarten aus. Von trockenem Kalk bis zu nährstoffreichem Löß findet sich fast alles im Untergrund des Waldes. Diese Vielfalt schafft ideale Voraussetzungen für einen artenreichen Mischwald mit unterschiedlichsten Baumarten: Neben Nadelbäumen wie Lärche und Kiefer finden sich allerlei Laubbäume wie Buche, Eiche, Ahorn, Kirsche, Esche, Hainbuche, Elsbeere oder Linde. Besonders die Pflege dieser wertvollen Edellaubbestände mit ihren Eichen lag dem ehemaligen Revierförster am Herzen.

Doch auch etwas anderes machte den Wald in Sorsum in besonderem Maße vielfältig: Spaziergängerinnen, Brennholzwerber, Jägerinnen, Hobbybotaniker, Familien, Sporttreibende, unterschiedliche Waldbesitzende und viele mehr. Die Nutzung des Waldes durch die Menschen aus Hildesheim und dessen Umgebung ist ebenso mannigfaltig wie er selbst. Damit gehörten neben dem Handwerk der Waldbewirtschaftung auch die Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit im Wald zu den allgegenwärtigen Aufgaben des Försters. Da Michael Eikemeier selbst aus dem städtischen Umfeld Hannovers zur Forstwirtschaft fand, gelang ihm auch diese Herausforderung besonders gut.

Der neue Revierförster ist bereits Hildesheimer

Mit Christoph Wirth übernimmt nun ein gebürtiger Hildesheimer die Verantwortung für das Revier. Schon als Kind stand für Wirth fest, dass er Förster werden möchte. „Ich war schon immer ein Draußenkind“, sagt er schmunzelnd.

Nach seiner damals schon forstlich geprägten Schulausbildung absolvierte er ein Forststudium und einen anschließenden Anwärterdienst – die praktische Ausbildungszeit für junge Försterinnen und Förster. Diesen verbrachte er bereits im Forstamt Liebenburg, wo er anschließend rund eineinhalb Jahre als flexibler Revierleiter Erfahrungen im gesamten Zuständigkeitsbereich des Forstamtes sammelte. Seine erste eigene Försterei übernahm er später im Revier Störy des benachbarten Forstamtes Grünenplan, bevor er sich erfolgreich auf die Stelle in Sorsum bewarb. „Da schließt sich dann der Kreis wieder direkt in meine Heimat“, sagt Wirth.

Neben der Rückkehr in seine Heimat freue er sich besonders darauf, die bereits angestoßene Entwicklung des Waldes weiterzuführen und neue Grundlagen für kommende Generationen zu schaffen. Nach den schwierigen Jahren für viele Wälder infolge von Trockenheit und Klimawandel, bleiben auch für ihn die artenreichen Mischwälder rund um Sorsum besonders spannend. Vor allem der hohe Eichenanteil sei sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sehr wertvoll. „Jede Försterin und jeder Förster hat eine ganz eigene Handschrift im Waldbau. Diese in all die vielfältigen Waldstrukturen und Besitzverhältnisse in Sorsum einbringen zu können, darauf freue ich mich am meisten“, sagt Wirth.

 

Bilder zum Download finden Sie HIER. Bildquelle: Niedersächsische Landesforsten / NLF

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