Wegeinstandsetzung in der Revierförsterei Jägerhaus
Wegeinstandsetzung in der Revierförsterei Jägerhaus
(Springe) Ein Waldweg muss einiges aushalten: Regen, Frost, Forstmaschinen und die tägliche Nutzung durch Erholungssuchende und Radfahrende. Damit ein Weg langfristig funktionsfähig bleibt, haben die Niedersächsischen Landesforsten im Forstamt Saupark mehrere Waldwege umfassend instandgesetzt. Umgesetzt wurden die Maßnahmen durch den Wegebau-Stützpunkt der Niedersächsischen Landesforsten, der landesweit für alle Unterhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an Waldwegen des Landeswaldes zuständig ist.
Ein Schwerpunkt der Arbeiten lag auf der Wiederherstellung des sogenannten Uhrglasprofils. Die leicht gewölbte Form der Fahrbahn erinnert an ein Uhrenglas. Regenwasser kann dadurch auf dem kürzesten Weg von der Mitte des Weges zu den Seiten ablaufen, anstatt sich auf der Fahrbahn zu sammeln. Das sorgt dafür, dass der Wegekörper schneller abtrocknet und langfristig stabil bleibt.
Auch die Wasserführung neben dem Weg wurde verbessert. Vorhandene Gräben und Durchlässe wurden überprüft und teilweise erneuert. Dabei wurde darauf geachtet, dass Niederschlagswasser nicht einfach entlang des Weges aus dem Wald abgeleitet wird. Stattdessen wird es gezielt seitlich in den angrenzenden Waldbestand geleitet. So kann das Wasser im Wald versickern und zur Wasserversorgung von Boden und Vegetation beitragen. Gleichzeitig wird verhindert, dass es den Wegekörper auf seinem Weg hangabwärts ausspült.
„Eine funktionierende Wasserführung schützt nicht nur unseren Weg, sondern hilft auch dabei, das Wasser im Wald zu halten. Wenn Niederschlag gezielt in den Bestand abgeleitet wird, kann er dort versickern, wo er gebraucht wird. Damit sorgen wir gleichzeitig für einen langlebigen Wegekörper und einen funktionierenden Wasserhaushalt im Wald.“, erklärt Maximilian Ziegeler, der neben dem Forstamt Saupark drei weitere Forstämter als Einsatzleiter des Wegebau-Stützpunktes betreut.
Zusätzlich wurden Schlaglöcher und andere Unebenheiten beseitigt und die Bankette dort von Vegetation befreit, wo diese den Wegekörper beeinträchtigte. Anschließend erhielt der Weg eine neue wassergebundene Deckschicht. Die unterschiedlichen Korngrößen des Materials verzahnen sich durch Niederschläge und einen hohen Anteil sehr feinen Materials nach und nach miteinander und bilden eine belastbare, feste Oberfläche.
Die Wegedecke ist inzwischen weitgehend gefestigt. Die erneuerten Bereiche bleiben jedoch zunächst für Fahrzeugverkehr gesperrt, damit sich die neue Deckschicht vollständig setzen und ihre endgültige Stabilität erreichen kann. Die Öffentliche Straße im Saupark und die Sennhüttenstraße im Osterwald sind von den Arbeiten nicht betroffen und können genutzt werden.
Die Arbeiten sind Teil der nachhaltigen Waldbewirtschaftung der Niedersächsischen Landesforsten und stehen damit auch im Zusammenhang mit dem LÖWE+ Programm. Das Programm verbindet die verschiedenen Funktionen des Waldes: den Schutz von Boden, Wasser und Natur, die Erholung der Bevölkerung und eine nachhaltige forstliche Nutzung. Intakte Wege sind dafür eine wichtige Voraussetzung.
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