Kiefern, Fichten und Lärchen im Tiefen Bruch weichen dem Moorwald

 In Forstamt Fuhrberg, Regionale Presseregion Mitte

Kiefern, Fichten und Lärchen im Tiefen Bruch weichen dem Moorwald 

(Fuhrberg) Im Tiefen Bruch bei Fuhrberg entnehmen die Niedersächsischen Landesforsten derzeit in großem Umfang Nadelhölzer. Ziel ist es, in dem etwa 250 Hektar großen Gebiet natürliche Waldgesellschaften zu entwickeln und den ursprünglichen Wasserhaushalt wiederherzustellen. Die Entnahme von Kiefern, Fichten und Lärchen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin. „Wir wollen das Tiefe Bruch wieder stärker an seine natürlichen Standortbedingungen anpassen. Dazu gehört die Nadelholzbestände schrittweise umzubauen und Raum für Baumarten wie Stieleiche, Birke und Erle zu schaffen. Entscheidend ist dabei auch, das Wasser in der Landschaft zu halten und die natürlichen Wasserverhältnisse wieder herzustellen“, erklärt Andreas Böttcher, zuständig für die Kompensationsflächenpools im Forstamt Fuhrberg. Er und sein Kollege Lucas Kubel, Leiter der Revierförsterei Fuhrberg, planten die Maßnahmen gemeinsam.

Nach Abschluss der jetzt laufenden Maßnahmen in den nächsten Wochen, schließt sich die Pflanzung insbesondere von Eichen in die künftigen Feuchtwäldern an. In den kommenden Jahren werden nach und nach Gräben geschlossen oder zurückgebaut, die ursprünglich der Entwässerung des Gebietes dienten.

Von der Entwicklung im Tiefen Bruch profitieren nicht nur zahlreichen Tier- und Pflanzenarten, die unter den feuchten und nassen Bedingungen einen Lebensraum finden. Neben diesem Arten- und Biotopschutz leistet das Gebiet auch einen wichtigen Beitrag für den Wasserhaushalt und den Klimaschutz, erklärt Böttcher: „Das Wasser wird länger in der Landschaft gehalten und die feuchten Bedingungen sorgen dafür, dass vorhandene Moore als Speicher von Kohlenstoff erhalten bleiben.“ Das entnommene Holz vermarktet das Forstamt Fuhrberg an regionale und überregionale Kunden, die es zu Bau- und Verpackungshölzern oder Holzwerkstoffen wie Spanplatten weiterverarbeiten.

Hintergrund:  

Die Niedersächsischen Landesforsten bieten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen an und haben dafür seit 2007 in nahezu allen Naturräumen Niedersachsens über 50 größere Kompensationsflächenpools mit einer Gesamtfläche von ca. 2.800 Hektar in Zusammenarbeit mit den zuständigen Naturschutzbehörden eingerichtet. Die Flächenpools befinden sich im Grundeigentum der Landesforsten.

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