Wegebau am Torfweg im Hopelser Wald der Niedersächsischen Landesforsten
Holzbringung und Sicherheitserschließung im Fokus der Arbeiten
(Hopels/Neuenburg) Ab Ende dieser Woche beginnt das Forstamt Neuenburg der Niedersächsischen Landesforsten mit den vorbereitenden Arbeiten für den Ausbau des Torfweges im Bereich Mullberg im Hopelser Wald. Ab dem 12. Oktober 2026 wird der bisher erdfeste Weg auf einer Länge von 680 laufenden Metern befestigt und mit einer Wendestelle versehen. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich etwa zwei Wochen. Sie sind witterungsabhängig – bei anhaltendem Regen müssen die Arbeiten unterbrochen werden.
Wegebau auch für Sicherheit im Wald
„Der Torfweg ist für uns ein wichtiger Wirtschaftsweg, über den ein großer Teil der Holzbringung und der Lagerung von Holz im Hopelser Wald läuft“, erläutert Martin Susse, Leiter der Försterei Hopels. „Der erdfeste Untergrund wurde in der Vergangenheit bei Holzerntearbeiten immer wieder in Mitleidenschaft gezogen. Mit dem Ausbau schaffen wir einen dauerhaft stabilen Weg. Davon profitiert nicht nur die Waldbewirtschaftung: Auch Rettungsfahrzeuge können den Weg dann beispielsweise deutlich besser nutzen. Damit dient der Ausbau zugleich der Sicherheitserschließung.
Neben dem Wegeausbau selbst stehen die Durchlässe im Fokus der Arbeiten: Ein bestehender Durchlass wird erneuert und vergrößert, damit Wasser besser abfließen kann. Zusätzlich legen die Forstleute einen weiteren Durchlass an, der die wegeseitige Wasserführung verbessert. Der Weg kann so schneller abtrocknen.
Bessere Begehbarkeit des Weges
Der Torfweg ist ein idyllischer Weg, auf dem viele Waldbesuchende gern unterwegs sind. Bisher wird er bei Regen allerdings schnell matschig. Mit dem Ausbausoll der Weg künftig auch bei feuchter Witterung besser begehbar sein.
Als Baustoff kommt Andesit zum Einsatz, ein vulkanisches Gestein aus Norwegen, das per Schiff im Wilhelmshavener Hafen ankommt. Pro laufendem Meter werden rund 1,8 Tonnen für die Tragschicht in gröberer Körnung und 0,7 Tonnen für die Deckschicht in feinerer Körnung verbaut. Das Material ist durch seine geringe Verwitterung besonders langlebig. „Durch die hohe Beständigkeit des Andesits werden kaum ortsfremde Nährstoffe in den Wald eingetragen“, ergänzt Karsten Hartwig, Einsatzleiter Wegebau, Flachland West. „Der Weg wird damit nicht nur stabil und lange haltbar, sondern auch ökologisch vertretbar gebaut.“
Sperrung der Wege während der Arbeiten
Während der Arbeiten ist am Torfweg mit Sperrungen zu rechnen. Karsten Hartwig weist darauf hin, dass die Bauarbeiten witterungsabhängig sind: „Bei Regen müssen wir die Arbeiten unterbrechen, da der Untergrund sonst nicht richtig verdichtet werden kann. Wir bitten die Waldbesuchenden um Verständnis und darum, die Absperrungen zu beachten.“
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